Was geht nur in solchen Menschen vor? Ein Mann und eine Frau fotografierten den toten Fußballer Emiliano Sala und verbreiteten die Aufnahmen im Netz.

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Zwei Menschen in Großbritannien sollen sich ein Foto des tödlich verunglückten argentinischen Fußballers Emiliano Sala im Leichenhaus unrechtmäßig beschafft und online gestellt haben.

Die Polizei in Wiltshire im Südwesten Englands nahm eine 48-jährige Frau und einen 62 Jahre alten Mann vorübergehend fest, wie sie am späten Montag mitteilte.

Das Foto zeigt den Informationen zufolge den im Januar bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen 28-jährigen Spieler von Cardiff City nach der Obduktion. Es tauchte den Angaben zufolge im Februar auf Twitter auf und wurde "auf mehreren Social-Media-Seiten" weiter verbreitet.

Polizei: Foto von Emiliano Sala bitte nicht weiter verbreiten

Die Aufnahme sei von Twitter schnell gelöscht worden, hieß es. Die Polizei nahm damals Ermittlungen auf. Sie fand eigenen Angaben zufolge keine Hinweise auf einen Einbruch in das Leichenhaus.

Auch deute nichts darauf hin, dass sich das dortige Personal unangemessen verhalten habe, hieß es in einer Mitteilung. Die Polizei rief dazu auf, das Foto nicht weiter zu verbreiten: "Das verursacht Emilianos Familie und Freunden weiteres Leid."

Sala war auf dem Weg zu neuem Verein

Der 28-jährige Sala war am 21. Januar beim Flug von Frankreich nach Wales mit einer Propellermaschine über dem Ärmelkanal abgestürzt.

Der zuvor für den FC Nantes aktive Fußballer hatte sich nach einem Millionentransfer auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City befunden.

Nach fast zweiwöchiger Suche wurde das Flugzeug auf dem Meeresgrund entdeckt. Laut der Obduktion starb Sala an Verletzungen an Kopf und Rumpf.  © dpa

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Große Anteilnahme am Schicksal des vermissten Emiliano Sala

Ein Flugzeug mit dem Profifußballer Emiliano Sala an Bord verschwindet spurlos über dem Ärmelkanal. Die Maschine war von Nantes in Richtung Cardiff unterwegs. Fans in Cardiff und Nantes nehmen großen Anteil am Schicksal des argentinischen Fußballers.