Natürlich ist es Fußballprofis untersagt beim Torjubel ihr Trikot auszuziehen. Dass aber selbst im Falle von Leicesters Demarai Gray am Samstag keine Ausnahme gemacht wurde, sorgte bei Spielern und Fans für Fassungslosigkeit.

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Eine Woche nach dem Tod von Klubbesitzer Vichai Srivaddhanaprabha hat ein Fußballprofi von Leicester City eine Gelbe Karte kassiert, weil er mit seinem Torjubel des thailändischen Milliardärs gedacht hat.

Leicester-Spieler Demarai Gray erzielte in der Premier-League-Partie bei Cardiff City am Samstag in der 55. Minute das Siegtor.

Anschließend zog er sein Trikot aus, um in Gedenken an Srivaddhanaprabha ein T-Shirt zu zeigen, auf dem "Für Khun Vichai" stand. Daraufhin zeigte ihm der Schiedsrichter die Gelbe Karte.

Für diesen Torjubel sah Demarai Gray die Gelbe Karte.

Tränen bei emotionaler Schweigeminute

Vor der Begegnung hatte es in Cardiff emotionale Szenen gegeben. Mit einer Schweigeminute wurde im Stadion an Srivaddhanaprabha erinnert.

Mehrere Spieler von Leicester, die schon vor dem Spiel Shirts mit dem Konterfei des verstorbenen Besitzers getragen hatten, hatten dabei Tränen in den Augen.

Auch in den anderen Premier-League-Stadien gab es am 11. Spieltag vor dem Anpfiff eine Gedenkminute.

Der in Leicester sehr beliebte Srivaddhanaprabha war eine Woche zuvor bei einem Hubschrauberabsturz am Stadion des Klubs mit vier weiteren Insassen ums Leben gekommen. Am Sonntag wurden die Leicester-Profis zur Trauerfeier in Thailand erwartet. (dpa/fte)

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