(sal/jfi) - Schock für den früheren Kapitän des Viertligisten FC Magdeburg: Daniel Bauer wurde in der Nacht auf Samstag von Hooligans bedroht - vor seiner eigenen Haustür. Seit dem Überfall ist der 29-Jährige untergetaucht.

Laut der "Mitteldeutschen Zeitung" standen fünf Vermummte vor Bauers Haustür und bedrohten den Fußballer massiv: "Das ist nur die Vorwarnung. Wenn sich gegen Halle nichts tut, kommen wir wieder." Offenbar sehen die Angreifer den 29-Jährigen als Sündenbock für die Talfahrt des FC Magdeburg (FCM). Der Verein belegt derzeit Platz 16 in der Regionalliga Nord.

Bauer verließ nach dem Vorfall mit seiner Freundin die Stadt. Dass der Mittelfeldspieler am Sonntag nicht am Derby gegen Halle teilnahm, erklärte der FCM auf seiner Homepage zunächst mit dem Wunsch Bauers, "aus familiären Gründen in seine Heimat reisen zu dürfen". Er stammt ursprünglich aus dem Landkreis Mayen-Koblenz.

Inzwischen hat der FCM den Überfall jedoch bestätigt und Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. "Wir werden die lückenlose Aufklärung dieses Eingriffs in die Privatsphäre von Angestellten des FCM mit voller Kraft unterstützen", so Vereinssprecher Stephan Lietzow. "Nun gilt es, Daniel Bauer als wichtigen Teil unserer Mannschaft zu unterstützen und die Vorkommnisse, welche wir in voller Schärfe verurteilen, aufzuarbeiten."