(ska) Die Geschichte um Ex-Bayernspieler Breno bewegte im Jahr 2011 die Fußballwelt. Der offenbar alkoholkranke und depressive Abwehrspieler hatte betrunken seine Villa angezündet und sitzt dafür seit 4. Juli 2012 in der JVA Stadelheim in München ein. Nun beschreibt seine Frau die schweren Stunden, in denen ihr Mann vom Fußballspieler zum Brandstifter wurde.

Renata erzählt in einem Interview mit der brasilianischen Sportzeitung "Globo Esporte" laut "bild.de", dass ihr Mann an jenem schicksalshaften 19. September den ganzen Tag über Bier, Portwein und Whiskey getrunken habe. Auch vor Gericht waren bereits ähnliche Details bekannt geworden. Laut einem psychiatrischen Gutachten soll Breno in der Zeit vor dem Brand bis zu einer Flasche Whiskey am Tag getrunken haben. Zu seinem Alkoholkonsum kamen offenbar Wahnvorstellungen. Seine Ehefrau erzählt: "Er fing an zu sagen, dass er Rafinha (Teamkollege beim FC Bayern, Anm. d. Red.) und seinen Freunden helfen muss, weil die Polizei hinter ihnen her war. Er fing an, die Straße nach oben zu laufen. Er war in Bermudas und fing an, sich am Boden zu rollen [...] Er halluzinierte komplett."

Laut Renata soll Breno dann zum Fenster gegangen und hinausgesprungen sein. "Er ist aus vier Metern Höhe gefallen. Er stand auf, rannte und sagte, dass er Rafinha helfen muss. Er nahm ein großes Messer und ging auf die Straße."

Was Breno schließlich bewog, seine Villa anzuzünden, vermag auch seine Frau nicht zu sagen. Sie bekommt es nach eigener Aussage mit der Angst zu tun und verlässt das Haus. Erst als sie die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sieht, kehrt sie zurück, so erzählt Renata. Sie sieht das Haus in Flammen stehen und denkt ihr Mann befindet sich noch darin: "Ich schrie die Polizisten an, um rein zu gehen und meinen Ehemann zu retten. Ich ging auf die Knie und flehte die Feuerwehrmänner an. Aber sie sagten, dass das nicht mehr möglich ist. Ich habe 20 Minuten um Brenos Tod geweint."

Dass es ihrem Mann gut geht, teilt ihr ein Polizist erst kurze Zeit später mit. Heute lebt Renata gemeinsam mit ihren Kindern in einer Münchner Mietwohnung. In der "Sportbild" sagt sie: "Breno ist sehr traurig, weil er im Gefängnis sitzt. Aber er ist stark, weil er an die deutsche Justiz glaubt und weiß, dass er eines Tages wieder frei sein wird."