(ska/mf) Cristiano Ronaldo ist einer der besten Fußballer der Welt - zumindest glauben das viele. Eine neue Studie fördert jedoch Erstaunliches zu Tage. So gut wie man immer glaubt, ist Ronaldo vielleicht gar nicht. Vielmehr lassen sich die Zuschauer vom guten Aussehen des Portugiesen blenden. Die Realität ist eine andere: Hässliche Fußballer sind die besseren Kicker.

Soziologie-Professor Ulrich Rosar und seine Kollegen haben in der Studie "Physische Attraktivität und individuelles Leistungsverhalten" 483 Bundesligaprofis unter die Lupe genommen. 300 Männer bewerteten die Attraktivität der Fußballer. Anschließend wurde diese Einschätzung mit der sportlichen Leistung des jeweiligen Spielers verglichen. Das überraschende Ergebnis: Unattraktive Kicker spielten besser als ihre attraktiven Kollegen. Ulrich Rosar erklärt bei "wz-newline.de" dieses Phänomen: "Wer gut aussieht, muss nicht so viel tun, um positiv wahrgenommen zu werden". Die Zuschauer würden attraktiveren Spielern ohnehin gute Eigenschaften wie Fleiß, Durchsetzungsvermögen und Kreativität zuschreiben. Dadurch setzt sich im Gehirn des Spielers der Gedanke fest: "Ich bin schön, ich brauche mich nicht übermäßig anzustrengen."

Diesen Gedanken hatte Bayern-Spieler Franck Ribery, der nach einem Autounfall von Narben im Gesicht gekennzeichnet ist, wohl noch nie. Der Franzose findet sich auf Platz vier der unattraktivsten Spieler wieder, ist jedoch der leistungsstärkste. Rosar ist sich sicher: "Ribery müsste sich weniger anstrengen, wenn er schöner wäre." Wer ansonsten noch als unattraktiv bewertet wurde, ist Rosar nicht bereit preiszugeben: "Bei Ribery sind die Narben im Gesicht offensichtlich und kein Geheimnis." Andere Spieler könnten sich jedoch beleidigt fühlen, sollten sie sich in der Liste der weniger schönen Kicker wiederfinden.

Es wäre vielleicht sinnvoll, Cristiano Ronaldo mit dieser Studie zu konfrontieren. Denn scheinbar hindert den Portugiesen seine eigene Attraktivität daran, endlich den Weltfußballerthron zu besteigen. Diesen Titel schnappte ihm der Argentinier Lionel Messi zuletzt vor der Nase weg. Dieser wird tatsächlich nur für seine fußballerischen Qualitäten verehrt und nicht für seinen Sexappeal.