(dpa) - Die Arsenal-Fans nennen ihn «The German Wunderkind». Und auch Gunners-Trainer-Legende Arsène Wenger gilt als Fan von Serge Gnabry.

Nach dem Premier-League-Debüt des 17-jährigen gebürtigen Stuttgarters am Samstagabend in Norwich befand Wenger: "Serge war nach seiner Einwechslung einer der Gefährlichsten. Er war auffällig und sah sehr interessant aus." Als letzte Wechsel-Option brachte der Elsässer den Offensiv-Allrounder beim 0:1-Rückstand gegen Norwich City in der 82. Minute - auch das spricht für Wengers Vertrauen in den deutschen U-17-Nationalspieler.

Als 15-Jährigen hatten die Londoner den Sohn eines ivorischen Auswahlspielers (Jean-Hermann Gnabry) und einer Deutschen vom VfB Stuttgart verpflichtet - für 100 000 Euro Ausbildungsentschädigung. In der ersten Saison schoss der in Weissach (Landkreis Böblingen) aufgewachsene Gnabry zwei Tore in sechs Spielen für die Reserve der Gunners und traf sechs Mal in acht Partien für die U-18-Mannschaft.

Seine rasante Entwicklung brachte dem schnellen, meist auf Rechtsaußen eingesetzten Techniker im Sommer einen Profivertrag ein. Er trainiert fest im ersten Team, für das er im Testspiel beim 1. FC Köln sein Debüt feierte. «Der Boss (Wenger) sagt mir, dass ich eine gute Chance habe. Die ich will ich nutzen», meint Gnabry.