Für den FC Bayern München war es laut Arjen Robben "ein kleiner Schock", für den VfL Wolfsburg war das 4:1 (2:0) mit den Worten von Trainer Dieter Hecking "ein Riesen-Fußballspiel". Zum Rückrundenauftakt fügte der Tabellenzweite dem souveränen Spitzenreiter nicht nur die erste Saisonniederlage zu, sondern erteilte dem FC Bayern auch gleich noch eine Lehrstunde. Am Freitagabend kassierte das Team von Trainer Pep Guardiola in einer Partie so viele Gegentore wie in der gesamten Hinrunde. Das schreibt die Presse über die Niederlage der Bayern.

Bild.de: "VIER DINGER GEGEN NEUER! Vier Gegentore – so viel kriegt der weltbeste Torhüter Manuel Neuer (28) in der gesamten Hinrunde. Jetzt alle in einem Spiel."

Kicker.de: "Der VfL Wolfsburg hat zum Rückrunden-Auftakt alles dafür getan, um die Bundesliga wieder spannender zu machen. Die Niedersachsen besiegten am Freitagabend den immer noch souveränen Spitzenreiter FC Bayern mit 4:1. Die Mannschaft von Dieter Hecking konnte sich vor allem bei Doppeltorschütze Dost bedanken, der im ersten Abschnitt zweimal genau Maß nahm und FCB-Keeper Neuer keine Abwehrchance ließ."

Sport1: "Angetrieben vom überragenden Kevin De Bruyne hat der VfL Wolfsburg den bislang übermächtigen FC Bayern München eindrucksvoll in die Knie gezwungen. (...) In ihrem bislang schwächsten Saisonspiel traf für die in allen Belangen enttäuschenden Bayern, die erstmals seit dem 4. April 2009 (1:5 in Wolfsburg) vier Gegentore in der Bundesliga kassierten, lediglich Juan Bernat zum 1:3 (55.)."

Focus Online: "1:4 in Wolfsburg - der FC Bayern zeigt sich zum Rückrundenstart anfällig wie nie in dieser Saison. Erinnerung an das Champions-League-Debakel gegen Real Madrid aus der vergangen Saison werden wach. Die Problemfelder sind die gleichen wie damals."

Süddeutsche.de: "Vier Gegentore waren es, die der FC Bayern kassierte. Vier Gegentore in 17 Spielen. Eine solch überragende Hinrunde verbuchte bis dahin keine Mannschaft in der Fußball-Bundesliga. Einen derart missratenen Rückrundenstart allerdings auch nicht. Vier Gegentore kassierten sie dieses Mal - in einem Spiel. Nach 21 Partien ohne Niederlage zeigten die Münchner, dass sie doch Menschen und keine Maschinen sind. Und dass sie vermutlich noch nicht im Februar Meister werden."

FAZ.net: "Man muss trotz des Spektakels noch nicht unbedingt daran glauben, dass es noch einmal spannend wird an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Aus elf mach acht Punkte in 90 Minuten – dass Wolfsburg den Rückstand auf den Tabellenführer zum Rückrundenauftakt derart verkürzte, war natürlich ein Zeichen, das gewiss auch von neutraler Seite weithin begrüßt wurde. Es müsste aber schon einiges zusammenkommen, dass die Münchner sich den stattlichen Vorsprung abjagen lassen."

(ada)