(ska) - Die Geschichte des jungen Brasilianers Breno hat im letzten Jahr die Fußballwelt bewegt. Er hatte unter Alkoholeinfluss sein eigenes Haus angezündet. Derzeit sitzt er in der JVA Stadelheim ein. Auch wenn es zuletzt um das Abwehrtalent ruhig geworden ist; der FC Bayern hat den Spieler, der im aktuellen Jahrbuch als "pausiert" geführt wird, nicht fallengelassen.

"Ich habe inzwischen Besuchsrecht für Breno bekommen", erklärt Wolfgang Dremmler, der den Brasilianer einst entdeckt hatte und ihn schließlich zum deutschen Rekordmeister lotste. Der ehemalige Chef-Scout der Bayern ist mittlerweile Abteilungsleiter der Jugendarbeit und war am letzten Spieltag der Blindenfußball Bundesliga in München als Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung zugegen. Er freut sich, den Brasilianer bald besuchen zu können.

Im Gespräch merkt man, dass ihm das Schicksal seines ehemaligen Schützlings nahe geht.

"Breno droht ja nach seiner Haftstrafe die Abschiebung. Vielleicht gibt es da ja noch etwas, was der FC Bayern machen kann", gibt sich Dremmler hoffnungsvoll. Dass soziales Engagement beim FC Bayern groß geschrieben wird, hat in der Vergangenheit auch schon Uli Hoeneß mehrmals bewiesen. Und so ist es wenig überraschend, dass der Verein sich nun auch weiter um den tief gefallenen Brasilianer kümmert.