(ska) So sieht das also aus, wenn einem Fairplay völlig egal ist. Durch eine grobe Unsportlichkeit wird der Brasilianer Luiz Adriano von Schachtjor Donezk innerhalb einer Nacht zum wohl meistgehassten Spieler im zeitgenössischen Fußball.

Das war passiert: Luiz Adriano schnappt sich in der Champions-League-Partie seines Vereins gegen den FC Nordsjaelland nach einem verletzungsbedingten Schiedsrichterball die Kugel und jagt sie ins gegnerische Tor. Das Perfide daran: Vor der Unterbrechung war der FC Nordsjaelland in Ballbesitz. Adrianos Mitspieler wollten den Ball - dem Fairplay-Gedanken entsprechend - in die Hälfte der Gastgeber spielen. Doch dann kam der Brasilianer.

Ein "Shitstorm", der seinesgleichen sucht, findet sich derzeit auf Adrianos Facebook-Seite. "Schäm dich!", "Du bist eine Schande!", "A....loch!" - Fans aus der ganzen Welt sind entsetzt über den Brasilianer. Im Minutentakt aktualisiert sich die Internetpräsenz des Spielers mit neuen Beschimpfungen, darunter auch äußerst kreative Bestrafungsvorschläge. So schreibt ein User: "Die richtige Bestrafung für die wäre, dass die Flöhe von 1.000 Kamelen sich in deinen Weichteilen niederlassen würden." Und auch die Twitter-Gemeinde ist sich einig: "Luiz Adriano ist echt das Letzte."

Die Peinlichkeit nimmt kein Ende

Tragisch: Nach seinem peinlichen Tor hat Adriano nichts Besseres zu tun, als sich weiter völlig fehlgeleitet zu verhalten. Als nämlich seine Mitspieler in gemeinsamer Absprache dem dänischen Gegner ein Tor "schenken" wollen, um die Schmach zu tilgen, läuft der Brasilianer fuchtelnd und schimpfend auf seine eigene Abwehr zu, die den durchaus fairen Plan damit wieder abbläst. Auch "Sky"-Experte Lothar Matthäus ist entsetzt: "Wenn Schachtjor fair gewesen wäre, hätten sie die Dänen im Gegenzug ein Tor schießen lassen."

Der FC Nordsjaellend ging in der Folge mit 2:5 unter und der unselige Adriano hatte bei seinem dritten Tor noch die Nerven, frech die Zunge herauszustrecken. Nun stellt sich natürlich die Frage, was einen jungen Mann dazu bewegt, sich derartig daneben zu benehmen. Vermutlich ist es fehlgeleiteter Ehrgeiz.