Aus dem Traumstart wurde ein Alptraum. Trotz einer 2:0- und 3:1-Führung gab es für Borussia Dortmund beim FC Liverpool im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League kein Happy End. Die Stimmen zum dramatischen Aus des BVB:

Borussia Dortmund

Thomas Tuchel: "Es fühlt sich sehr bescheiden an, wir sind gerade sehr leer. Wir waren dicht vor einem großen Meilenstein, Liverpool in Anfield zu bezwingen. Wir kamen ab dem 3:1 nicht klar damit, mit wie viel Risiko Liverpool gespielt hat."

Mats Hummels: "Wir haben gedacht, das Ding ist durch. Nach dem 3:1 haben wir aufgehört, Fußball zu spielen und Schiss bekommen. Wir haben das Ding hergeschenkt."

Roman Weidenfeller: "Wir waren schon fast am Ziel und haben es dann aus den Händen gegeben. Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen. Das ist der einzige Vorwurf, den man uns machen kann. An der Atmosphäre lag es nicht, die haben wir in Dortmund auch. Jeder einzelne muss das Spiel erst einmal verkraften. Danach wird auch wieder in der Kabine gesprochen."

Marco Reus: "Wir müssen das über die Bühne bringen. Es ist schwer, das in Worte zu fassen. Wir haben nicht mehr gut verteidigt, haben nicht mehr das gespielt, was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben. Wir dürfen so nicht verlieren, es ist extrem bitter."

FC Liverpool

Jürgen Klopp: "Mein rechter Arm tut weh, ich weiß gar nicht warum. Es war sehr intensiv, aber eine große Nacht. Es ist unglaublich. Wir wollten Charakter zeigen, doch die Mannschaft hat noch mehr getan. Das war europäischer Fußball at its best. Kaum zu glauben, dass das passiert. In der Halbzeit war es schwer, den Kopf oben zu halten. Aber wir haben uns gesagt: Den leichten Weg kann jeder gehen. So etwas passiert selten, aber wenn, ist es umso unglaublicher. Für jeden, der heute hier war. Am Ende hätte alles passieren können, aber es war verdient. Ein bisschen glücklich natürlich, wenn Du in der 92. Minute ein Tor schießt. Aber großartig."

Klopp gefragt nach den Titelchancen des FC Liverpool: "Frag mich nicht so eine Scheiße."

Emre Can: "Solche Abende erlebt man nicht oft, ich kann das noch nicht realisieren. Ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Was die Fans gezeigt haben, ist einmalig. Jeder einzelne im Stadion hat daran geglaubt, das ist krank. Keine Ahnung, ob es dafür ein Wort gibt."

(ska/dpa)