Frankfurts Europa-Reise endet dramatisch: Chelsea-Sieg im Elfmeterschießen

Kurz vor dem Einzug ins Finale der Europa League platzt der Frankfurter Traum auf dramatische Art und Weise. Erst im Elfmeterschießen unterliegt die Eintracht dem FC Chelsea. Das Drama in Bildern.

Showdown in London: Im Halbfinal-Rückspiel der Europa League ist Eintracht Frankfurt beim FC Chelsea gefordert. Schon vor Anpfiff ist klar: Die SGE muss mindestens ein Tor erzielen, um ins Finale einzuziehen. Aufgrund der Auswärtstorregel wären die Londoner nach dem 1:1 in Frankfurt selbst bei einem 0:0 im Finale.
Frankfurt startet spielbestimmend in die Partie, doch die "Blues" treffen in der 28. Spielminute. Stand jetzt wäre die Eintracht ausgeschieden.
Doch nach der Pause trifft Luka Jovic zum Ausgleich (49. Minute). Die Frankfurter Finalhoffnung lebt wieder.
Die reguläre Spielzeit findet keinen Gewinner. Nach 90 Minuten geht es in die Verlängerung - und die hat es in sich. Chelsea-Verteidiger David Luiz klärt nach einer Volley-Abnahme des eingewechselten Sebastian Haller gerade noch vor der Torlinie (100. Minute).
16 Minuten später Drama auf der anderen Seite: Plötzlich ist der Ball im Frankfurter Tor. Torwart Kevin Trapp lässt eine Chelsea-Flanke wieder los und "Blues"-Kapitän César Azpilicueta bringt den Ball irgendwie über die Linie. Doch der Treffer zählt nicht. Azpilicueta hat Trapp behindert.
Auch nach 120 Minuten gibt es keinen Sieger: Die Entscheidung muss vom Punkt aus fallen.
Frankfurts Stürmer Sebastian Haller eröffnet das Elfmeterschießen - und trifft. Der Franzose schickt Chelsea-Torwart Kepa Arrizabalaga in die falsche Ecke und trifft zum 1:0.
Für Chelsea beginnt Ross Barkley. Der Engländer gleicht aus. Trapp hat zwar die richtige Ecke geahnt, streckt sich aber vergeblich: 1:1.
Luka Jovic ist der zweite Frankfurter Schütze. Der SGE-Stürmer wählt seine linke Ecke und trifft. Wie Trapp hat auch Kepa den richtigen Riecher, kann den Schuss aber nicht abwehren.
Dann lässt Trapp alle Frankfurter Herzen beben. Der Keeper taucht ab und lenkt Azpilicuetas Flachschuss um den Pfosten.
Fassungslosigkeit bei den Chelsea-Fans, Freude bei Trapp: Frankfurt führt nach vier Schützen mit 2:1.
Jonathan de Guzmán schraubt die Führung auf 3:1. Kepa ist beim Strafstoß des Mittelfeldspielers chancenlos.
Für Chelsea folgt Jorginho. Der Italiener verlädt Trapp und schiebt locker ein. Nur noch 3:2 für die Eintracht.
Und plötzlich ist Chelsea wieder in der Partie - weil Frankfurts Martin Hinteregger verschießt.
Der Abwehrspieler wählt die Mitte des Tores, doch Kepa bleibt stehen und hält den Ball.
David Luiz lässt sich nicht zweimal bitten und jagt das Leder präzise in die Maschen. Trapp kann dem Ball nur hinterherschauen: 3:3.
Und dann das: Nach Hinteregger scheitert auch Gonçalo Paciência an Kepa.
So kurz vor dem Einzug ins Endspiel steht die SGE vor dem Aus. Jetzt haben die Blues die Entscheidung auf dem Fuß.
Der letzte Schütze heißt Eden Hazard.
Der belgische Superstar zeigt keine Nerven und schießt Chelsea ins Finale nach Baku. Trapp ist bei Hazards Elfmeter machtlos.