Atletico Madrid fährt zwar nur mit einem Punkt nach Hause, kann sich aber als Sieger führen. Beim FC Arsenal erkämpft sich die Elf von Diego Simeone in Unterzahl ein 1:1.

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Der FC Arsenal um Fußball-Weltmeister Mesut Özil muss trotz hoher Überlegenheit um den Finaleinzug in der Europa League bangen. Die Gunners kamen im Halbfinal-Hinspiel am Donnerstag gegen Atlético Madrid nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und verspielten damit eine gute Ausgangsposition, um das Finale am 16. Mai in Lyon zu erreichen.

Im Duell der beiden europäischen Topteams hatte Stürmer Alexandre Lacazette mit einem Kopfball in der 61. Minute die Führung für die Schützlinge des scheidenden Trainers Arsène Wenger erzielt. Acht Minuten vor Schluss der Schock für Özil und Co.: Antoine Griezmann glich wie aus dem Nichts zum 1:1-Endstand aus.

Atletico früh in Unterzahl

Die Partie im Londoner Emirates Stadium nahm früh Fahrt auf. Nach zwei Großchancen von Lacazette musste Atlético gleich eine Schwächung hinnehmen: Verteidiger Sime Vrsaljko sah nach weniger als 80 Sekunden Gelb und flog wegen wiederholten Foulspiels bereits nach zehn Minuten mit Gelb-Rot vom Platz. Der impulsive Gäste-Trainer Diego Simeone regte sich dermaßen darüber auf, dass er die restliche Partie von der Tribüne verfolgen musste.

Atletico zu abgezockt für Arsenal

Arsenal diktierte in Überzahl das Tempo und erspielte sich weitere Chancen. Danny Welbeck (21.) und Nacho Monreal (31.) verpassten die Führung vor der Halbzeit nur knapp. Atlético stabilisierte sich und rettete das torlose Remis in die Kabine. Danach machten die Gunners ernst: Eine Flanke von Jack Wilshere köpfte der Franzose Lacazette platziert ins Tor.

Arsenals Führung hätte viel höher ausfallen können, doch die Wenger-Elf wurde bestraft: Griezmann traf nach einer Unaufmerksamkeit mit dem Außenrist und bescherte den Madrilenen trotz 80-minütiger Unterzahl eine gute Ausgangsposition. (mss/dpa)  © dpa