Die Quote stimmt, dennoch gibt es Hohn und Spott: Die EM-Sendung "Beckmanns Sportschule" der ARD wird sowohl von TV-Zuschauern als auch Medien wegen ihres Konzepts hinterfragt. Auch unser EM-Experte Thorsten Legat findet deutliche Worte für das Format.

Die ARD hat für ihre EM-Sendung "Beckmanns Sportschule" seit der ersten Ausstrahlung reichlich Kritik einstecken müssen. Das Konzept der Show, die ein satirischer EM-Talk sein soll, wirkt nicht wirklich durchdacht - die Meinung der Fußballfans war bereits nach der ersten Folge eindeutig:

Auch Thorsten Legat, unser Experte für die EM 2016 in Frankreich, hat eine klare Meinung zu dem von Reinhold Beckmann moderierten Format. "Ich hab mir das dreimal angeschaut und verstehe den Sinn hinter dieser Sendung nicht. Es soll mich bitte keiner verfluchen, wenn ich sage, dass diese Sendung einfach sinnlos ist", sagt der 47-Jährige. "Das ist alles überflüssig, auch mit Tim Wiese, der da immer wieder auftritt."

Thorsten Legat ist vom Verteidiger beeindruckt und glaubt an EM-Titel.

Dass in der Sportschule im schleswig-holsteinischen Malente, wo sich die deutsche Nationalmannschaft in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach auf große Turniere vorbereitet hatte, flapsig über Fußball gesprochen wird, kann Ex-Bundesligaprofi Legat nicht nachvollziehen. Ebenso wenig wie die dortigen Auftritte eines bekannten Ex-Nationaltorwarts.

"Man kann doch keinen 120-Kilo-Menschen wie Tim Wiese dahinstellen, der da mit seinem Lamborghini herumfährt", so Legat. "Da habe ich keine Lust drauf."

Wenn's um Fußball gehe, solle man auch über Fußball reden. (tfr)

Er galt bei den Fans als Kultspieler mit einem Ruf wie Donnerhall. In der Liste "Die härtesten Hunde aller Zeiten" führte ihn die Zeitschrift "11Freunde" unangefochten auf Rang eins, und auch außerhalb des Fußballplatzes gab er sich nicht gerade zimperlich. Doch wenn Thorsten Legat zurückblickt, erscheint vieles in einem völlig neuen Licht. In seiner Autobiografie berichtet er erstmals auch von traumatischen Erlebnissen in seiner Kindheit.