Erstmals ist Portugal Europameister! Im Finale besiegte das Team um Cristiano Ronaldo den Gastgeber aus Frankreich - und das obwohl der Superstar bereits nach 25 Minuten vom Platz musste. Laut Siegtorschütze Eder hat CR7 trotzdem riesigen Anteil am Titelgewinn. Die Reaktionen nach dem EM-Finale.

Siegtorschütze Eder (Portugal): "Das war wahnsinnig beeindruckend, was uns da gelungen ist. Wir haben gespürt, dass ganz Portugal hinter uns steht. Wir haben unglaublich hart gearbeitet, sind eine geschlossene Mannschaft. Ich habe gezeigt, was ich kann, indem ich hier das entscheidende Tor geschossen habe. Cristiano hat gesagt, dass er uns allen vertraut. Mit dieser Energie hat er uns neuen Mut gemacht. Die Portugiesen haben sich diesen Sieg verdient."

Pepe (Portugal): "Wir haben viel gelitten, es war ein intensives Spiel, wir wussten, dass es schwer wird. Wie ich vor dem Spiel gesagt habe, müssen wir viel arbeiten und bescheiden sein. Wir repräsentieren ein ganzes Land, es ist ein Land von Immigranten, ein wunderschönes Land mit tollen Spielern. Wir repräsentieren sie alle. Sie haben uns gelehrt, Opfer zu bringen. Es war schwer, wir haben unseren wichtigsten Mann verloren. Den Mann, der in jedem Moment ein Tor erzielen kann. Aber Gott hat uns geholfen, wir waren Kämpfer auf dem Platz. Wir haben uns geschworen für ihn zu gewinnen, und wir haben für ihn gewonnen. Ich möchte allen Portugiesen danken. Wir haben eine neue Seite in unserer Geschichte geschrieben, wir werden weiter wachsen."

Portugal ist Europameister: Im Finale gewinnen Ronaldo und Co. mit 1:0 gegen Frankreich. Der Matchwinner ist Eder, der in der Verlängerung den goldenen Treffer erzielt hat.

Adrien Silva (Portugal): "Dieses Team hat es geschafft, alle Kritiker zu überzeugen. Wir haben uns mit harter Arbeit durchgesetzt. Große Gratulation an alle Fans, die uns unterstützt haben. Unsere Fans waren heute lauter als die Franzosen. Wir wussten, dass wir dieses Spiel gewinnen konnte. Frankreich hatte einige Chancen, aber wir haben uns durchgesetzt."

Renato Sanches (Portugal): "Das war die bestmögliche Antwort an alle die nicht an uns geglaubt haben. Eder hat es verdient, sich diesen Moment verdient, weil viele Leute in kritisiert haben. Darum geht es im Fußball, diese großen Momente. Ronaldo ist sehr wichtig, aber wir haben andere wichtige Spieler. Wir haben die Sache erledigt."

Raphael Guerreiro (Portugal): "Ich bin immer noch am Träumen, ich kann es immer noch nicht realisieren. Das ist fantastisch, besonders in Frankreich die EM zu gewinnen, ist fantastisch. Wir haben den Kritikern nicht zu viel Aufmerksamkeit geschenkt, es war immer unser Ziel zu gewinnen. Das ist der beste Moment meiner Karriere."

Didier Deschamps (Trainer Frankreich): "Wir haben eine große Chance vertan, den Titel zu gewinnen. Es gibt keine Worte, um das Gefühl zu beschreiben. Die Enttäuschung ist immens. Es braucht Zeit, um das zu verarbeiten."

Antoine Griezmann (Frankreich): "Es ist brutal, aber auch großartig. Es gibt tolle Zeiten und traurige Zeiten. Wir müssen daraus lernen. Wir bereuen nichts, wir werden stärker zurück kommen. Wir waren nicht so abgebrüht wie gegen Deutschland. Es war frustrierend, wir haben den Pfosten getroffen, hatten Chancen. Portugal ist nicht nur Ronaldo, sie waren defensiv sehr solide, und sie haben ohne Ronaldo getroffen. Etwas später werde ich stolz sein, aber im Moment denke ich an das Team, ich bin enttäuscht. Ich wollte diese Trophäe mit ihnen gewinnen."

Reinhard Grindel (DFB-Präsident): "‎Herzlichen Glückwunsch an den neuen Europameister Portugal. Die Mannschaft hat im Finale große Moral gezeigt und sie hatte am Ende auch das Glück auf ihrer Seite. Wir können aus unseren Erfahrungen mit verletzten Spielern bei der EM sehr gut nachvollziehen, wie schwer das frühe Aus von Ronaldo für die Portugiesen war. Schade für Frankreich, nach den Terroranschlägen und vor dem Hintergrund der vielen innenpolitischen Probleme hätten wir auch dem Gastgeber diesen Titel gegönnt. Der DFB sagt Merci für die wunderbare Gastfreundschaft der Menschen und die Arbeit der Sicherheitsbehörden." (cai/dpa)