Zum ersten Mal hat sich die Nationalmannschaft Österreichs für eine EM sportlich qualifiziert. Das Team gehört zwar zu den Außenseitern der EURO 2016, hat aber durch eindrucksvolle Leistungen in der EM-Qualifikation die Fußballwelt aufhorchen lassen.

  • Erste Qualifikation auf sportlichem Weg für die Nationalmannschaft aus Österreich
  • Österreich spielt bei der EM 2016 in der Gruppe F. Gegner sind Ungarn, Island und Portugal.

Der Spielplan der EM 2016 als PDF zum Download

Durch den ersten Platz in der EM-Qualifikationsgruppe G hat sich die österreichische Fußballnationalmannschaft erstmals auf sportlichem Weg für eine Europameisterschaft qualifiziert und so für große Euphorie in der Alpenrepublik gesorgt.

Bei der bisher einzigen Teilnahme an einer EM im Jahr 2008 war Österreich als Co-Gastgeber automatisch gesetzt. In der von September 2014 bis November 2015 laufenden EM-Qualifikation ließ das ÖFB-Team um Bayern Münchens Superstar David Alaba die eigentlichen Gruppenfavoriten Russland und Schweden weit hinter sich und hofft nun darauf, in diesem Sommer zu den Überraschungsteams der EM 2016 in Frankreich zu gehören.

Der vorläufige Kader der österreichischen Nationalmannschaft im Überblick:

  • Trainer: Marcel Koller
  • Mannschaftskapitän: Christian Fuchs
  • Torwart: Ramazan Özcan - Robert Almer - Heinz Lindner
  • Innenverteidiger: Aleksandar Dragovic - Martin Hinteregger - Kevin Wimmer - Sebastian Prödl
  • Linker Verteidiger: David Alaba - Christian Fuchs - Markus Suttner
  • Rechter Verteidiger: Florian Klein - György Garics
  • Defensives Mittelfeld: Julian Baumgartlinger - Stefan Ilsanker
  • Zentrales Mittelfeld: Zlatko Junuzovic
  • Linkes Mittelfeld: Jakob Jantscher
  • Linksaußen: Marko Arnautovic
  • Rechtsaußen: Martin Harnik
  • Hängende Spitze: Marcel Sabitzer
  • Mittelstürmer: Lukas Hinterseer - Marc Janko - Rubin Okotie

Für Fußballfans zählt die EM 2016 in Frankreich zu den absoluten Highlights, Tickets für Top-Spiele sind heiß begehrt. Bei der Kartenvergabe bleibt vielen Fans nichts anderes übrig, als sich auf ihr Losglück zu verlassen.

So weit kann die österreichische Nationalmannschaft kommen

Österreich spielt in der Gruppenphase gegen Ungarn (14.6., 18:00 Uhr in Bordeaux), Portugal (18. Juni, 21:00 Uhr in Paris) und Island (22. Juni, 18:00 Uhr in Saint-Denis).

Portugal ist der Favorit der Gruppe F, doch Österreich hat gute Chancen, der portugiesischen Mannschaft um Weltstar Cristiano Ronaldo im Rennen um den Gruppensieg Paroli zu bieten.

Dazu muss das junge Team aber so geschlossen und entschlossen wie in der überragenden EM-Qualifikation auftreten.

Lässt die Mannschaft keine Punkte gegen Ungarn und Island liegen und behält die Nerven gegen Portugal, sollte Gruppenplatz zwei und das Erreichen des Achtelfinals auf jeden Fall drin sein. Ob es für mehr reicht, hängt dann sicherlich auch vom Glück ab.

Bei der EM 2016 in Frankreich kämpfen 24 Mannschaften um den Titel. Wir sagen Ihnen, welche Spieler dank ihrer individuellen Klasse für ihr Team nahezu unverzichtbar sind und welche Jungstars im Laufe des Turniers in diese Rolle schlüpfen könnten - von Cristiano Ronaldo über Manuel Neuer bis hin zu Paul Pogba.

Stärken und Schwächen der Nationalmannschaft Österreichs

Im Vergleich zu früher ist der Kader Österreichs international deutlich erfahrener. Neben den Akteuren aus dem heimischen Ligabetrieb spielen in der österreichischen Nationalmannschaft zahlreiche Profis aus der deutschen Bundesliga wie zum Beispiel David Alaba (Bayern München), Martin Harnik (VfB Stuttgart) oder Zlatko Junuzovic (Werder Bremen).

Dazu kommt, dass mit Marko Arnautovic (Stoke City), Christian Fuchs (Leicester City) und Sebastian Prödl (FC Watford) drei ehemalige Bundesligaprofis dabei sind, die mittlerweile als Stammspieler in England spielen.

Die gewonnene internationale Erfahrung und Wettbewerbshärte einiger Spieler in Österreichs Kader ist mit Sicherheit ein Grund, warum das Team die Qualifikationsgruppe locker vor Russland und Schweden gewonnen hat – mit 28 Punkten aus zehn Spielen.

Diese hohe Punktausbeute sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es der jungen österreichischen Mannschaft im Vergleich zu den großen Turnierfavoriten Spanien, Deutschland und Frankreich vor allem an Erfahrung und individueller Klasse fehlt.

Oft bemüht man in solchen Fällen ein funktionierendes Mannschaftsgefüge als Erfolgsrezept für ein anstehendes Turnier. Tritt das Team trotz Charakterköpfen wie Arnautovic bei der EURO 2016 als Einheit auf, sind taktische und spielerische Schwächen in allen Mannschaftsteilen durchaus auszugleichen, und mit etwas Glück kann die eine oder andere Überraschung gelingen.

Star der österreichischen Nationalmannschaft

Seit 2011 heißt der österreichische Fußballer des Jahres immer wieder David Alaba. Der 23 Jahre alte Weltklassespieler vom FC Bayern München ist der absolute Fixpunkt der Nationalmannschaft Österreichs.

Während Alaba beim deutschen Rekordmeister überwiegend auf der linken Außenverteidigerposition und zuletzt auch in der Innenverteidigung zum Einsatz kommt, spielt er in Österreichs Nationalmannschaft eine deutlich offensivere Rolle im Mittelfeld. Durch diese Position kann der Allrounder seinen harten Schuss und seine präzisen Pässe noch besser zur Geltung bringen.

Der Trainer von Österreichs Nationalmannschaft

Den Schweizer Marcel Koller kennt man noch aus der Bundesliga. Der ehemalige Trainer des VfL Bochum und des 1.FC Köln ist in Deutschland zum Beispiel noch als wichtiger Förderer des jungen Lukas Podolski bekannt.

Koller betreut die Nationalmannschaft Österreichs seit dem 1. November 2011 und feierte mit der erfolgreichen EM-Qualifikation einen der größten Erfolge in seiner langen Trainerkarriere.  © 1&1 Mail & Media