Die Nati ist für die EM 2016 nicht nur gut vorbereitet, sondern auch hochmotiviert. Die Nationalmannschaft der Schweiz konnte nach der verpassten EM-Quali 2012 nun wieder ein Ticket für die Endrunde lösen.

  • Die Schweizer Nationalmannschaft setzt bei der EM 2016 auf ihre Jugendarbeit und starke Nachwuchsspieler
  • Bei der Auslosung wurde die Nati der Gruppe A zugeteilt. Gegner sind Frankreich, Rumänien und Albanien.

Der Spielplan der EM 2016 als PDF zum Download

Bei der WM 2014 in Brasilien hat die Schweizer Nationalmannschaft bewiesen, dass sie zu den besten Mannschaften der Welt gehört. Dort schieden die Schweizer im Achtelfinale sehr unglücklich gegen Vize-Weltmeister Argentinien aus.

Am Kader der Mannschaft hat sich nun zur EM 2016 kaum etwas geändert. Im Kampf um den Europameister-Titel sind die Schweizer für die eine oder andere Überraschung gut.

Der Kader der Schweizer Nationalmannschaft im Überblick:

  • Trainer: Vladimir Petković
  • Mannschaftskapitän: Gökhan Inler
  • Torwart: Yann Sommer - Roman Bürki - Marwin Hitz
  • Innenverteidiger: Fabian Schär - Nico Elvedi - Johan Djourou - Steve von Bergen
  • Linker Verteidiger: Ricardo Rodríguez - François Moubandje
  • Rechter Verteidiger: Stephan Lichtsteiner - Michael Lang
  • Defensives Mittelfeld: Valon Behrami - Gelson Fernandes - Denis Zakaria
  • Zentrales Mittelfeld: Granit Xhaka - Fabian Frei - Blerim Dzemaili
  • Rechtsaußen: Xherdan Shaqiri
  • Hängende Spitze: Admir Mehmedi - Shani Tarashaj
  • Mittelstürmer: Breel Embolo - Haris Seferovic - Eren Derdiyok

Für Fußballfans zählt die EM 2016 in Frankreich zu den absoluten Highlights, Tickets für Top-Spiele sind heiß begehrt. Bei der Kartenvergabe bleibt vielen Fans nichts anderes übrig, als sich auf ihr Losglück zu verlassen.

Wie wird die Nationalmannschaft der Schweiz abschneiden?

In der Gruppe A zählt die Schweizer Nationalmannschaft gemeinsam mit Gastgeber Frankreich zu den Favoriten – Rumänien und Albanien sind die Underdogs der Gruppe.

Dementsprechend hat die Schweiz gute Chancen, die Gruppenphase zu überstehen und ins Achtelfinale einzuziehen.

Dann kommt es vor allem darauf an, welche Gegner auf die Nati warten und wie sich das Team präsentiert. Ein Platz unter den besten acht Mannschaften ist für die Eidgenossen durchaus erreichbar, wenn nicht sogar mehr.

Jung und trotzdem viel Erfahrung: die Stars im Kader der Schweiz

Die seit Jahren brillante Nachwuchsförderung in der Schweiz bringt den Fußball im Land und die Nati voran. Die Profis aus Bundesliga, Serie A und Co. spielen nicht nur in den besten Ligen der Welt, sondern sammeln in ihren Vereinen auch regelmäßig internationale Erfahrung in Champions und Europa League. Davon kann die Schweizer Nationalmannschaft zehren.

Allen voran geht Xherdan Shaqiri. Doch ebenso wichtig für die Nati ist Stephan Lichtsteiner. Mit seinen 32 Jahren ist er der älteste und erfahrenste Spieler im Kader, er gehört seit acht Jahren zu den besten Außenverteidigern der Serie A und stand mit Juventus Turin vergangenes Jahr im Champions-League-Finale.

Vor allem aber schauen alle gespannt auf einige Talente aus der heimischen Super League, die möglicherweise nominiert werden, allen voran Breel Embolo (FC Basel) sowie Shani Tarashaj (Grasshopper Club).

Bei der EM 2016 in Frankreich kämpfen 24 Mannschaften um den Titel. Wir sagen Ihnen, welche Spieler dank ihrer individuellen Klasse für ihr Team nahezu unverzichtbar sind und welche Jungstars im Laufe des Turniers in diese Rolle schlüpfen könnten - von Cristiano Ronaldo über Manuel Neuer bis hin zu Paul Pogba.

Dank guter Nachwuchsarbeit in der Schweiz ist die Nationalmannschaft seit Jahren stark

Die Nati, wie in der Schweiz die Nationalmannschaft liebevoll genannt wird, konnte in den letzten Jahren vor allem von einer exzellenten Nachwuchsförderung profitieren.

Jahr für Jahr bringt die Schweiz neue Nachwuchstalente hervor, die auch im Ausland gefragt sind: Sowohl in der deutschen Bundesliga und der Ligue 1 als auch in der Premier League und der Serie A sind viele Schweizer Nationalspieler feste Größen – allen voran die frühen 1990er-Jahrgänge mit Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka oder Haris Seferovic.

Die Torwart-Position wird im Schweizer Kader von drei Bundesligaspielern besetzt: Roman Bürki, die aktuelle Nummer 1 von Borussia Dortmund, und Yann Sommer, Stammkeeper von Borussia Mönchengladbach, sind heiße Kandidaten für den Platz zwischen den Pfosten; Marwin Hitz dürfte die Rolle des Ersatzmanns einnehmen.

In der Abwehr dürfte Routinier Stephan Lichtsteiner von Juventus Turin neben den Bundesliga-Profis Johan Djourou, Ricardo Rodríguez, Fabian Schär sowie dem jungen Gladbacher Nico Elvedi die Hauptrolle spielen.

Im Mittelfeld präsentiert sich die Nati sehr flexibel: Sie kann sowohl ein 4-2-3-1 mit Doppelsechs und zwei Außen, ein 4-3-3 mit drei zentralen Mittelfeldakteuren, als auch ein offensives 4-4-2 spielen. Gesetzt sind dabei höchstwahrscheinlich der Gladbacher Granit Xhaka und Kapitän Gökhan Inler vom Überraschungs-Meister der Premier League Leicester City.

Im Sturm hat die Schweizer Fußballnationalmannschaft ebenso viele gute Optionen: Haris Seferovic von Eintracht Frankfurt, Admir Mehmedi von Bayer Leverkusen und Eren Derdiyok, der seit 2014 bei Kasımpaşa Istanbul spielt, sind Optionen. Genau wie das 19 Jahre alte Spitzentalent Breel Embolo vom FC Basel, hinter dem bereits Top-Vereine aus ganz Europa her sind.

Schweres Erbe für Trainer Petkovic

Nachdem es in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren eher ruhig um die Nati war, läutete zwischen 2008 und 2014 Trainerlegende Ottmar Hitzfeld eine neue Ära ein. Er hat die Schweizer Nationalmannschaft zu einem ernstzunehmenden Gegner geformt. Ein schweres Erbe für den neuen Chefcoach Vladimir Petkovic.

Ebenso musste sich die Mannschaft an die Vorstellungen des in Jugoslawien geborenen Trainers gewöhnen. Mittlerweile funktioniert die Einheit aus Trainer und Mannschaft. Die Schweizer haben nun die Chance, das auf der Bühne der EM 2016 in Frankreich zu beweisen.  © 1&1 Mail & Media