Endlich zeigt der Weltmeister, was er kann: 3:1 (2:1) gewann die deutsche Nationalmannschaft gegen starke Polen und erkämpfte sich am Freitagabend die Tabellenführung in der EM-Qualifikation. Vor allem den zweifachen Torschützen Götze (19./82. Minute) und seine Offensivkollegen bekamen die Polen nicht unter Kontrolle. Die Presse reagiert erleichtert und euphorisch - vor allem bezüglich eines bestimmten Spielers.

Kicker.de: "Der holprige Start in diese Bewerbungsrunde für Frankreich ist damit wettgemacht, an der Zulassung zu diesem kontinentalen Turnier im kommenden Jahr war ohnehin nicht ernsthaft zu zweifeln. Dazu ist dieser DFB-Kader einfach zu gut. Der Bundestrainer war aus gutem Grund zufrieden mit den Seinen, die die beste Vorstellung seit der WM geboten haben. Es wurde allerdings auch höchste Zeit."

"Souverän. Und schön. Ergebnisorientiert."

11Freunde: "Ich könnt götzen! Zweimal Götze, einmal Müller. Klingt nach Bestellung im Drei-Sterne-Restaurant? War es auch: Deutschland stand unter Druck, Deutschland fand das offenbar ziemlich anregend und spielte so wie ein Weltmeister spielen muss. Souverän. Und schön. Ergebnisorientiert. Und dabei lässig wie ein zugedröhnter 007. Das Spiel: Geheimagent 3:1."

Spiegel Online: "Die Dominanz ist zurück, der Weltmeister hat sein sportliches Sabbatical aus den Vormonaten beendet. Deutschland ist erstmals Erster in der Qualifikationsgruppe. Eigentlich noch wichtiger ist, dass der Weltmeister endlich wieder weltmeisterlich gespielt hat - und das gegen einen starken Gegner."

Zeit Online: "Wahrscheinlich das beste deutsche Spiel seit Rio..."

Eurosport: "Deutschland gewinnt – mit wenigen Ausnahmen – souverän und kann sich auch aufgrund eines starken Mario Götze allmählich auf einen sportlichen Frankreich-Urlaub 2016 einstellen. Vor allem in der ersten Halbzeit war der Weltmeister extrem spiel- und lauffreudig. Auch in den Zweikämpfen präsentierte sich Deutschland bissig und hielt den Gegner selbstbewusst in Schach."

Polnische Pressestimmen zur Niederlage in Deutschland

Gazeta Wyborcza: "Unvermeidliche Niederlage. Lewandowski schoss ein Tor und es war Hoffnung da. Aber das reicht gegen die Deutschen nicht aus."

Rzeczpospolita: "3:1-Niederlage ohne Schande. Das ist nicht übel."

Super Express: "Die Spieler von Adam Nawalka hatten nicht nur elf deutsche Profis gegen sich und fast 50 000 lokale Fans. Sie mussten sich auch dem deutschen Fluch stellen. Das ist erst mal nicht gelungen."

Fakt: "Wir spielten gut, aber wie üblich gewannen die Deutschen: Die Schlacht von Frankfurt endete ohne Happy End."

Przeglad Sportowy: "Die Deutschen spielten, wie Meister spielen sollen. Die Polen müssen sich dieser Lektion nicht schämen."

(zusammengestellt von she)