Polens Nationalmannschaft hat sich zum zweiten Mal sportlich für eine Fußball-Europameisterschaft (2012 war man gemeinsam mit der Ukraine Gastgeber) qualifiziert. Dabei ist man in der Qualifikations-Gruppe nur äußerst knapp hinter dem deutschen Team gelandet.

  • Polen wurde bei der Auslosung der Gruppe C eingeteilt - Gegner sind Deutschland, Nordirland, Ukraine
  • Polen stellt mit Robert Lewandowski als Mannschaftskapitän einen der besten Stürmer der Welt

Das hat natürlich Eindruck hinterlassen. Tritt das Team um Starstürmer Robert Lewandowski weiterhin so geschlossen auf, ist mit Polen bei dieser EM zu rechnen.

Der Spielplan der EM 2016 als PDF zum Download

Die polnische Nationalmannschaft blickt auf keine glorreiche Fußball-EM-Historie zurück. Elfmal scheiterte das Team in der Qualifikation sowie 2008 und 2012 (als direkt qualifizierter Co-Gastgeber) jeweils in der Vorrunde.

Für Fußballfans zählt die EM 2016 in Frankreich zu den absoluten Highlights, Tickets für Top-Spiele sind heiß begehrt. Bei der Kartenvergabe bleibt vielen Fans nichts anderes übrig, als sich auf ihr Losglück zu verlassen.

Der Kader der polnischen Nationalmannschaft im Überblick:

  • Trainer: Adam Nawałka
  • Mannschaftskapitän: Robert Lewandowski
  • Torwart: Wojciech Szczesny - Lukasz Fabianski - Artur Boruc
  • Innenverteidiger: Kamil Glik - Michal Pazdan - Bartosz Salamon - Thiago Cionek
  • Linker Verteidiger: Jakub Wawrzyniak
  • Rechter Verteidiger: Lukasz Piszczek - Artur Jedrzejczyk
  • Defensives Mittelfeld: Grzegorz Krychowiak - Tomasz Jodlowiec
  • Zentrales Mittelfeld: Piotr Zielinski - Karol Linetty - Krzysztof Maczynski
  • Offensives Mittelfeld: Filip Starzynski
  • Linksaußen: Bartosz Kapustka - Slawomir Peszko
  • Rechtsaußen: Jakub Blaszczykowski - Kamil Grosicki
  • Mittelstürmer: Robert Lewandowski - Arkadiusz Milik - Mariusz Stepinski

Bei der EM 2016 in Frankreich kämpfen 24 Mannschaften um den Titel. Wir sagen Ihnen, welche Spieler dank ihrer individuellen Klasse für ihr Team nahezu unverzichtbar sind und welche Jungstars im Laufe des Turniers in diese Rolle schlüpfen könnten - von Cristiano Ronaldo über Manuel Neuer bis hin zu Paul Pogba.

So weit kann die polnische Nationalmannschaft im Turnier kommen

Polen spielt in der Gruppenphase erst gegen Nordirland (12.6., 18:00 Uhr in Nizza) und im Spiel drei gegen die ukrainische Nationalmannschaft (21. Juni, 18:00 Uhr in Marseille).

Dazwischen trifft man wie schon in der EM-Qualifikation auf den Weltmeister und großen EM-Favoriten Deutschland (16. Juni, 21:00 Uhr in Saint-Denis).

Mindestens Gruppenplatz zwei und der damit verbundene Einzug ins Achtelfinale sollte für das Team im Bereich des Möglichen liegen.

Mit einem Lewandowski in Topform und einer geschlossenen Mannschaftsleistung könnte sogar noch mehr drin sein.

Stärken und Schwächen von Polens Nationalmannschaft

Seit Beginn der EM-Qualifikation im Jahr 2014 kann Polen eine beachtliche Länderspielbilanz aufweisen – der Glanzpunkt das 2:0 gegen Fußballweltmeister Deutschland im Oktober 2014 in Warschau.

Zwar verlor man das Rückspiel in Frankfurt am Main im September 2015 mit 1:3, doch die nachfolgenden acht Partien wurden abgesehen von einem 2:2-Remis gegen Schottland alle gewonnen.

Die polnische Nationalmannschaft hat also über einen langen Zeitraum konstant gute Leistungen gezeigt, was auf eine gute Arbeit des Trainers Adam Nawałka und ein funktionierendes Mannschaftsgefüge schließen lässt.

Das wird auch im Turnier von zentraler Bedeutung sein. Denn mit Ausnahme von Kapitän Robert Lewandowski fehlen in Polens Kader Spieler, die den sogenannten "Unterschied ausmachen" können. Wichtige Stützen des Teams sind Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund), Rechtsaußen Jakub "Kuba" Blaszczykowski (vom BVB momentan an den AC Florenz ausgeliehen) und Mittelstürmer Arkadiusz Milik (früher Bayer Leverkusen, jetzt Ajax Amsterdam). Mittelfeldmotor Grzegorz Krychowiak vom FC Sevilla könnte bei der EM eine entscheidende Rolle zukommen. Der 26-Jährige stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen Polens starker Offensivabteilung und dem eher durchschnittlich besetzten Abwehrverbund dar.

Polen qualifiziert sich knapp hinter Deutschland für die EM 2016

Doch nun soll alles anders werden. In der EM-Qualifikation landete man nur knapp hinter Weltmeister Deutschland auf Platz zwei und qualifizierte sich zum zweiten Mal auf sportlichem Wege für eine Fußball-Europameisterschaft.

Die anschließenden Freundschaftsspiele gegen die EM-Teilnehmer Island und Tschechien wurden ebenso souverän gewonnen. Es gibt also gute Gründe, warum Polen mit großen Ambitionen ins Turnier geht. Einer hört auf den Namen Robert Lewandowski.

Star der polnischen Nationalmannschaft

13 Tore in zehn EM-Qualifikationsspielen (Rekord), dazu noch 30 Ligatreffer, neun in der Champions League und drei im Pokal – die Zahlen sprechen Bände: Robert Lewandowski vom FC Bayern München ist einer der besten Stürmer der Welt und gehört zweifellos zu den Top-Stars der EM 2016. Mittlerweile ist Polens Sportler des Jahres 2015 auch Kapitän der polnischen Fußballnationalmannschaft. Gelingt es der Mannschaft, ihren Starspieler vorne mit Bällen zu versorgen, ist Lewandowski ein heißer Kandidat auf die Torjägerkanone.

Der Trainer der polnischen Nationalmannschaft

Seit 2013 ist Adam Nawałka Cheftrainer der polnischen Mannschaft. Mit Nawałka gelang der Nationalmannschaft Polens der erste Sieg gegen die DFB-Elf und erst zum zweiten Mal in der Geschichte die direkte Qualifikation für eine EM.

Folglich wurde Nawałka 2015 zum Trainer des Jahres in Polen gekürt. Große Titel als Vereinstrainer kann Nawałka allerdings nicht vorweisen.  © 1&1 Mail & Media