Bei der EM 2016 in Frankreich kämpfen 24 Mannschaften um den Titel. Wir sagen Ihnen, welche Spieler dank ihrer individuellen Klasse für ihr Team nahezu unverzichtbar sind und welche Jungstars eine tragende Rolle spielen könnten - eine Übersicht sensationeller Fußballer von Cristiano Ronaldo über Manuel Neuer bis hin zu Paul Pogba.

Seit Jahren schon bewegt die Fußballwelt diese eine Frage: Wer ist besser - Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo?

Während der EM 2016 darf diese Diskussion ruhen. Denn: Bei der Euro ist der Argentinier Messi nicht dabei. Somit ist unbestritten, wer von seinen Fähigkeiten her der beste Spieler des Turniers ist: Cristiano Ronaldo. Neben CR7 sind allerdings auch ein paar andere Weltklassespieler auf den Plätzen zu finden, deren Teams sogar deutlich größere Chancen haben, den Titel zu gewinnen als die Portugiesen. Um welche Spieler es sich handelt, erfahren Sie natürlich nach dem ersten Absatz über Cristiano – Ehre, wem Ehre gebührt.

Cristiano Ronaldo – der Weltstar

Es gibt verschiedene Wege, sich dem Phänomen CR7 zu nähern. Der sachlichste führt über die Statistik. In 346 Spielen für Real Madrid erzielte Cristiano Ronaldo 362 Tore. Zudem ist er mit aktuell 93 Treffern Champions-League-Rekordtorjäger - und das, obwohl er sein erstes Tor erst im 27. von mittlerweile 127 Spielen erzielte (Stand: 9. Mai). Im Vergleich zu diesen unglaublichen Zahlen (und vielen weiteren Rekorden) wirkt seine Torausbeute (56 Tore in 125 Partien) in der portugiesischen Nationalelf geradezu bescheiden.

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Allerdings hat Ronaldo dort auch nicht wie bei Real Madrid zehn weitere Weltklassespieler an seiner Seite. Schaut man sich den Kader Portugals an, ist die Behauptung, ohne Ronaldo scheide die portugiesische Nationalmannschaft eventuell schon in der Gruppenphase aus, durchaus vertretbar. Doch das sind reine Gedankenspiele, denn CR7 ist mit an Bord und Portugal somit ein echter Kandidat fürs Halbfinale.

Manuel Neuer – der große Rückhalt

Im deutschen Team tummeln sich viele große Spieler: "Fußballrätsel" Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (Arsenal London), Jerome Boateng (ebenfalls Bayern München) und Toni Kroos (Real Madrid). Aber nur einer in der deutschen Mannschaft ist auf seiner Position auch unbestritten der Beste seines Fachs. Die Rede ist natürlich von Bayern-Torwart Manuel Neuer. Seit 2010 ist der dreimalige Welttorhüter Stamm-Keeper in der deutschen Nationalmannschaft und es sieht nicht so aus, als könne ihm in den nächsten Jahren irgendjemand diesen Platz streitig machen. Neuer ist schließlich erst 30 Jahre alt. Schaut man auf den EM-Kader Italiens, wo der 38-jährige Gianluigi Buffon nach wie vor das Tor hütet, können einem ter Stegen, Leno, Trapp und Co. durchaus leidtun. Sie werden wohl noch einige Jahre dem "Revolutionär im Tor" bei seiner herausragenden Arbeit zuschauen müssen.

Zusammen Fußball schauen und jubeln bereitet echten Fans und solchen, die es während der EM erst noch werden, einfach mehr Spaß. Dank der vielen Fanmeilen wird die Europameisterschaft 2016 sicherlich wieder zu einem einzigartigen Erlebnis.

Robert Lewandowski – der Torgarant

Der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft gehört neben dem Uruguayer Luis Suárez und dem Argentinier Gonzalo Higuaín zu den derzeit besten Stürmern der Welt. Für diesen Befund genügt bereits ein Blick in die Statistik - er ist Torschützenkönig der Bundesliga. Außerdem erzielte er 13 Tore in zehn EM-Qualifikationsspielen für Polen – ein Torrekord, den "Lewy" zusammen mit dem Nordiren David Healy hält. Mit der Trefferquote Lewandowskis kann von den Stürmerstars der EM nur noch der "Boss" der schwedischen Nationalelf Zlatan Ibrahimovic mithalten.

Andres Iniesta – der Ballmagnet

Der Isländer und ehemalige Barca-Stürmer Eidur Gudjohnsen sagte einmal in einem Interview: "Alle fragen mich nach Ronaldinho. Und ich erzähle ihnen von Iniesta." Damals, vor zehn Jahren, war "Ronnie" noch der größte Spieler der Welt und der noch 22-jährige Iniesta ein Nachwuchstalent. Doch Gudjohnsens Gespür war richtig, denn es dauerte nicht lange, bis Iniestas Stern aufging. Mit Messi und Xavi bildete er in der Guardiola-Ära beim FC Barcelona das Herzstück der vielleicht besten Vereinsmannschaft in der Geschichte. 2010 schoss er die spanische Nationalmannschaft im WM-Finale zum Titel. Mittlerweile ist der neben Messi ballsicherste Profifußballer der Welt 32 Jahre alt, aber immer noch der zentrale Ideengeber im sehr stark besetzten Mittelfeld von "La Furia Roja".

Die besten Jungspieler der Euro 2016

Neben den vier genannten Weltklassespielern gibt es eine ganze Reihe junger Spieler, die bei der EM 2016 für Furore sorgen wollen. Da ist zum Beispiel der 23-jährige Franzose Paul Pogba vom italienischen Serienmeister Juventus Turin. Er wurde schon bei der WM 2014 in Brasilien zum besten Nachwuchsspieler des Turniers gewählt. Seither geistern in schöner Regelmäßigkeit rekordverdächtige Ablösesummen für den 1,90 m großen Mittelfeldspieler durch die Medien.

Ein weiterer Jungstar ist der Österreicher David Alaba vom deutschen Rekordmeister Bayern München. Der Allrounder und fünfmalige österreichische Fußballer des Jahres besetzt in der Nationalelf eine deutlich offensivere Position als im Verein, wo er hauptsächlich auf der linken Außenverteidigerposition spielt – und zwar in Weltklassemanier. Kaum zu glauben: Alaba wird während der EM erst 24.

Auch die Hoffnungen Englands ruhen auf einem sehr erfolgreichen Jungspieler: Harry Kane wird auf der Insel nur "Hurricane" genannt. Der 22-jährige Stürmer vom englischen Spitzenverein Tottenham Hotspur hat in den vergangenen zwei Premier-League-Spielzeiten insgesamt mehr als 45 Tore erzielt. Das gelang Sturmpartner Wayne Rooney selbst in seinen besten Jahren nicht. Die Euro-Euphorie im englischen Team ist dementsprechend groß. Zumal mit dem 20-jährigen Mittelfeldspieler Dele Alli ein weiteres Toptalent von den Spurs im EM-Kader steht.

Selbstverständlich hat auch der amtierende Weltmeister einige Jungstars im Team. Doch der einzige junge Spieler mit Aussicht auf einen Stammplatz im stark besetzten Kader der deutschen Nationalmannschaft ist WM-Finaltorschütze und Bayern-Sorgenkind Mario Götze. Wenn es jedoch schafft, in der Endrunde sein Potenzial abzurufen, kann er ebenso wie CR7, Lewandowski und andere Stars "den Unterschied machen". Sollte der Offensivspieler trotz Jogis Motivationskunst nicht aus seinem Formtief herausfinden, ist das für das deutsche Team zwar schade, aber kein Grund, die Titelambitionen zu begraben. Denn anders als Portugal, Polen oder Österreich ist die deutsche Elf nicht von der individuellen Klasse eines einzigen Spielers abhängig.

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