Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes kehrt nicht in die Bundesliga zurück, sondern beendet seine Karriere. Es gebe jetzt Wichtigeres in seinem Leben, sagt der ehemalige Schalke-Kapitän.

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Der ehemalige Weltmeister Benedikt Höwedes beendet seine Fußballkarriere. Das berichtet "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

In einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin nannte der 32 Jahre Abwehrspieler familiäre Gründe für seinen Rücktritt. In einem Urlaub habe er kürzlich gemerkt, "wie krass es mich erfüllt hat, meinen Sohn hautnah zu erleben.

Da wurde Fußball plötzlich so unwichtig für mich." Auch die Angebote mehrerer Clubs konnten ihn nicht von seinem Entschluss abbringen.

Der langjährige Kapitän des FC Schalke 04, für den er von 2001 bis 2018 auflief, hatte bereits vor einigen Wochen seinen Vertrag bei Lokomotive Moskau vorzeitig aufgelöst.

Wenig positive Erinnerungen an Schalke-Abschied

Höhepunkt seiner Karriere war der Gewinn der WM 2014 in Brasilien, wo er in allen sieben Partien als Linksverteidiger zum Einsatz kam. Fünf Jahre zuvor hatte Höwedes mit der deutschen U21-Auswahl die Europameisterschaft gewonnen.

Weniger positiv sind seine Erinnerungen an den Abschied im August 2017 von seinem Stammverein Schalke, nachdem er vom damaligen Trainer Domenico Tedesco als Kapitän abgesetzt und aus der Stammelf verbannt worden war.

"Ich wusste, dass es in dem Geschäft knallhart zugeht. Aber ich hatte immer nur die Sonnenseite kennengelernt. Dann habe ich die volle Breitseite bekommen", kommentierte Höwedes.

Höwedes sieht Entwicklung des Fußballs kritisch

Zur generellen Entwicklung des Fußballs äußerte sich der 44-malige Nationalspieler kritisch. Der habe "sich brutal entwickelt. Und dabei immer weiter distanziert von den normalen Fans. Da geht etwas verloren", sagte Höwedes.

Der Ex-Schalker ist der siebte Weltmeister von 2014, der seine Karriere beendet hat. Vor zwei Wochen hatte sich überraschend der Dortmunder Andre Schürrle verabschiedet.

Zuvor waren bereits Philipp Lahm, Per Mertesacker, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose und Roman Weidenfeller zurückgetreten. (dpa/afp/thp)

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