Christoph Kramer ist Weltmeister und damit heiß begehrt. Derzeit spielt er noch bei Borussia Mönchengladbach, doch 2015 endet der Leihvertrag. Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer Leverkusen, will den Nationalspieler dann mit aller Gewalt zurück nach Leverkusen holen. Doch da macht Kramer nicht mit.

"Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht", sagte Christoph Kramer im "Spiegel"-Interview und macht damit sehr deutlich, dass er ein selbstbestimmter junger Mann ist. Auch wenn sich die Medienwelt und Bayer Leverkusen zwischenzeitlich einig waren, Kramer würde ab 2015 wieder vertragsgemäß für die Werkself spielen, will der Weltmeister Leverkusen wohl einen Strich durch die Rechnung machen. Denn nach seinem ohnehin schon markigen Statement fügt er noch hinzu: "Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will."

Vom "Spiegel" angesprochen auf Völlers Vorhaben, Kramer wieder zu Leverkusen zurückholen zu wollen, antwortet der Nationalspieler: "Ganz generell fühle ich mich im Fußballgeschäft manchmal wie in einem modernen Menschenhandel. Doch am Ende entscheide immer noch ich."

Eine sehr erfrischende Aussage für einen jungen Mann, dem nach seinem Erfolg mit der Nationalmannschaft alle Türen offen stehen. Und Kramer will die Möglichkeiten, die sich ihm nun bieten, vollständig und vor allem selbstbestimmt ausschöpfen.

(ska)