• Nach dem Achtelfinalhinspiel zwischen Atalanta Bergamo und Real Madrid ist der deutsche Schiedsrichter Tobias Stieler scharf kritisiert worden.
  • Atalanta-Coach Gian Piero Gasperini fand im Spielleiter einen Hauptschuldigen für die Niederlage seines Teams.

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Denkbar knapp hat Atalanta Bergamo im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Real Madrid mit 0:1 verloren. Gegen die leidenschaftlich verteidigenden Italiener fand Madrid aber erst spät die entscheidenden Lücken: Ferland Mendy traf kurz vor Schluss.

Bereits nach 17 Minuten hatte der deutsche Schiedsrichter Tobias Stieler Bergamos Remo Freuler die Rote Karte gezeigt - eine strittige Entscheidung. Aus Sicht des Unparteiischen hatte der Verteidiger eine klare Torchance verhindert, die lautstarken Proteste der Gastgeber stimmten Stieler nicht um. Videoassistent Bastian Dankert schaltete sich nicht ein.

Atalanta-Trainer Gian Piero Gasperini war nach dem Spiel alles andere als einverstanden mit der Entscheidung des Spielleiters: "Vielleicht hätten wir sowieso verloren, aber der Schiedsrichter hat das Spiel ruiniert", kritisierte er bei Sky Sport Italia.

Atalanta-Coach hadert mit der langen Unterzahl seiner Mannschaft

"Was bleibt, ist die Verbitterung darüber, dass wir nicht das Spiel spielen konnten, das wir erwartet hatten. Elf gegen Elf wäre es ein ganz anderes Spiel gewesen", haderte Gasperini mit der langen Unterzahl.

In Überzahl hatte Madrid, das in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Achtelfinale gescheitert war, deutlich mehr Ballbesitz und suchte nach Lücken in der Defensive Bergamos - zunächst vergeblich. Atalanta erzwang auch zu zehnt Ballverluste und spielte dann zielstrebig in die Spitze. Nationalspieler Robin Gosens leitete auf seiner linken Seite immer wieder Angriffe ein.

Bis zur 86. Minute Atalanta ein torloses Unentschieden, ehe Mendy doch noch für die Entscheidung zugunsten der Königlichen sorgte.

"Wenn ich sagen würde, was ich denke, würde die UEFA mich für einen Monat sperren", wütete Gasperini und äußerte die etwas übertriebene Sorge, dass künftig jeglicher Kontakt im Fußball verboten werden solle - was in seinen Augen "Selbstmord für den Sport wäre".

Gasperini: "Sollte keine Schiedsrichter geben, die nicht selbst gespielt haben"

Mit Blick auf Stieler meinte der italienische Coach dann doch noch: "Es sollte keine Schiedsrichter geben, die nicht selbst gespielt haben und den Unterschied zwischen einem Tackling und einem Foul nicht erkennen."

Real Madrid hat durch den Sieg vor dem Rückspiel am 16. März in Spanien nun die Trümpfe in der Hand. (lh/AFP)

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