Es sind entwürdigende Szenen, die sich vor dem Champions-League-Spiel zwischen Atlético Madrid und PSV Eindhoven abspielen. Niederländische Fans demütigen Bettlerinnen vor einer johlenden Menge.

Wenn es um Fußball geht, hat man sich an vieles gewöhnt: Hooligans, verbotene Pyrotechnik, geschmacklose Fangesänge. Doch was sich die Fans von PSV Eindhoven vor dem Spiel bei Atlético Madrid erlaubten, ist an Unmenschlichkeit kaum mehr zu überbieten.

Mehrere Videos, die gerade auf sämtlichen sozialen Netzwerken geteilt werden, zeigen die niederländischen Fans sichtlich angetrunken in der Innenstadt von Madrid am Plaza Mayor.

Unter lautem Gejohle werfen sie Münzen auf Bettlerinnen. Man sieht in den Videos, wie die Frauen sich bücken und nach dem Geld greifen, während sie mit lauten Rufen und Lachen gedemütigt werden. Auf Bildern sieht man außerdem, wie ein PSV-Fan einem alten Mann ins Gesicht schreit.

Einige Fans fordern die Bettlerinnen zudem auf, für sie Liegestütze zu machen. Andere Videos zeigen, wie Männer Geldscheine anzünden und sie den Frauen vor die Nase halten.

Das unmenschliche Schauspiel nimmt erst ein Ende, als die Polizei auftaucht und die Menge zerstreut.

Auf die Nachfrage des Journalisten Lee Roden hin zeigt sich PSV-Geschäftsführer Lee Roden geschockt über das Verhalten der PSV-Fans: "Es ist widerlich. So etwas macht man nicht. 2.950 Fans waren gute Vertreter für PSV und Holland. 30 Fans haben sich daneben benommen. Das sind die Fakten. Wir verurteilen diese unmenschliche Aktion auf das Schärfste".

Eindhoven unterlag Atlético nach 120 Minuten ohne Tor im Elfmeterschießen.