Manuel Neuer hält den Champions-League-Sieg fest - die Triple-Sieger in der Einzelkritik

Der FC Bayern gewinnt die Champions League - vor allem dank eines überragenden Manuel Neuer. Der Torwart war für Paris Saint-Germain nicht zu überwinden. Doch nicht alle Münchner präsentierten sich im Finale so gut - die Triple-Sieger in der Einzelkritik.

David Alaba: Die Abwehr um den Chef war nicht immer auf der Höhe, ließ viele Hochkaräter zu.
Joshua Kimmich: Vom Mittelfeld in die Abwehr versetzt, versuchte er viel über die rechte Bayern-Seite zu spielen - mit hohen, langen Bällen, die oft aber nicht beim Mitspieler landeten. Bereitete das Tor von Kingsley Coman mit einer butterweichen Flanke auf den zweiten Pfosten vor.
Jérôme Boateng: der Pechvogel des Abends. Zog sich in einem Laufduell eine Oberschenkelverletzung zu und musste bereits nach 24 Minuten runter. Bis dahin aber ein souveräner Auftritt.
Niklas Süle: Ersetzte den verletzten Jérôme Boateng und blieb bis auf eine unschöne Begegnung mit Kylian Mbappé und der folgenden gelben Karte recht unauffällig. Und das ist eigentlich ein Kompliment.
Alphonso Davies: Manchmal vergisst man, dass der Junge erst 19 Jahre alt ist. Zeigte einige Unsicherheiten gegen Angel Di Maria, spielte aber für sein Alter dennoch überragend. Ist jetzt Triple-Sieger. Es wird spannend, was für ihn noch kommt.
Thiago: Zeigte eine starke Leistung, viel Übersicht, beruhigte das Spiel, ebnete den Weg zum Führungstor. Womöglich sein letzter Auftritt im Bayern-Dress?
Corentin Tolisso: Kam in der 86. Minute für Thiago. Zeigte neun Minuten lang einen fehlerlosen Auftritt.
Thomas Müller: meist unsichtbar, aber kämpferisch dabei. Der "Müller"-Moment blieb aus.
Serge Gnabry: In der ersten Halbzeit ging es vor allem über die rechte Seite der Münchner, viel brachte das aber nicht ein. Verließ den Platz nach 68 Minuten.
Philippe Coutinho: Der Brasilianer kam für Serge Gnabry in die Partie, konnte nach dem Führungstor durch Kingsley Coman aber kaum für Entlastung sorgen. Es war sein letztes Spiel im Trikot der Münchner.
Leon Goretzka: Hat sich einmal mehr aufgearbeitet, blockte Schüsse ab, schob die Hüfte raus, wenn es sein musste und zog immer wieder zum Sprint an. Einer, auf den man sich einfach verlassen und damit ein verdienter CL-Sieger.
Kingsley Coman: Der Held des Abends, sein Treffer machte den FC Bayern zum Triple-Sieger. Nach seinem Treffer war der Franzose kaum zu bändigen. Wurde nach 68 Minuten ausgewechselt.
Ivan Perisic: Betrat für Kingsley Coman den Platz - und zeigte wie schon in den vergangenen Partien eine ansprechende Leistung. Vielleicht ziehen die Bayern ja doch die Kaufoption für den Kroaten.
Robert Lewandowski: Auch wenn der Pole dieses Mal kein Tor beigesteuert hat, so zeigte er einmal mehr wie wichtig er für die Mannschaft ist. Lief viel, riss Löcher in die Pariser Abwehr, war stets anspielbar, hatte jedoch häufig Pech im Abschluss. Nichtsdestotrotz eine sensationelle Saison mit einem würdigen Ende für Lewandowksi, der nun natürlich auch Torschützenkönig in der CL ist.