Der FC Bayern München empfängt Benfica Lissabon zum Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League. Die Münchner haben nach einhelliger Expertenmeinung das leichteste Los gezogen. Doch FCB-Trainer Pep Guardiola warnt. Und warnt. Und warnt. Und geht uns damit auf die Nerven.

Marcel Engels
Ein Kommentar
von Marcel Engels, Redakteur (nicht mehr im Unternehmen)

Am Dienstag um 20:45 Uhr (LIVE bei uns im Ticker) steigt eines der größten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte. Doch nicht etwa für den FC Bayern München, sondern natürlich für Benfica Lissabon, den Viertelfinalgegner der Münchner in der Champions League.

Der FC Bayern München empfängt am Dienstag um 20:45 Uhr (LIVE bei uns im Ticker) Benfica Lissabon zum Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League. Aber auf was für eine Mannschaft müssen sich die Bayern da eigentlich gefasst machen und was heißt überhaupt "Benfica"? Wir haben Wissenswertes zum Bayern-Gegner für Sie zusammengefasst.

Viertelfinale - das war für die Portugiesen in der Königsklasse lange nicht mehr drin. Benfica feiert seine Erfolge eher in der Europa League. Für Bayerns Trainer Pep Guardiola herrscht trotzdem Alarmstufe Rot. Er kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Und ganz ehrlich - das nervt.

Er fühle sich nicht als Favorit in diesem Viertelfinale, sagte Guardiola im Vorfeld der Partie. Das führt uns zur Frage: Wer dann? Benfica? Ach, komm schon, Pep. Das glaubt Dir kein Mensch.

Die Abwehrkette der Portugiesen sei die "beste in Europa im Moment", fuhr der Katalane fort. Das Sturmduo Jonas und Mitroglou sei mit 48 Toren in der laufenden Saison in Portugal brandgefährlich. Ohne Zweifel sind sie das, aber eben in Portugal!

Und überhaupt: Sturmtalent Renato Sanches sei "einer der besten jungen Spieler in Europa". Zur Info: Dem 18 Jahre alten Portugiesen gelangen in der laufenden Ligasaison in 19 Auftritten satte zwei Treffer. Und eine Torvorlage. Beeindruckend.

Wir haben extra noch einmal nachgesehen: Die Aussagen Guardiolas stammen nicht vom 1. April. Sie regen uns aber ähnlich auf wie Aprilscherze.

Denn natürlich sind die Bayern Favorit! Natürlich darf man Benfica nicht unterschätzen! Aber den Gegner so stark zu reden, ist einfach lächerlich. Wir wissen doch sowieso jetzt schon, dass die Münchner wieder über 70 Prozent Ballbesitz haben werden. Benfica wird nicht wirklich mitspielen dürfen. Und am Ende wird es einen ungefährdeten Heimsieg geben, der im Rückspiel locker verwaltet wird.

Aussagen wie "wir müssen das Spiel kontrollieren, natürlich auch Tore schießen - und so wenig wie möglich kassieren" wirken angesichts von zehn Bayern-Heimsiege in der Champions League nacheinander bei 40:6 Toren unglaubwürdig ängstlich.

Was ist nur aus dem FC Bayern der Vergangenheit geworden? Als man stolz seine Favoritenrolle vor sich her trug und konzentriert, aber siegessicher, keinen Zweifel am eigenen Selbstvertrauen zeigte. Nun muss man sich von Pep Guardiola solche Sätze anhören: "Es wird sehr hart, das Halbfinale zu erreichen. Benfica hat eine super Mannschaft."

Wer in der Champions League das Viertelfinale erreicht, hat mit Sicherheit eine "super Mannschaft". Doch der Maßstab der Bayern ist ein anderer. Deswegen kann es nur einen klaren Sieger in diesem Duell geben: die Münchner. Und das sollten sie auch im Vorfeld ausstrahlen.

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version wurde geschrieben, Renato Sanches sei Brasilianer. Dieser Fehler wurde ausgebessert. Sanches ist Portugiese.