Die Bayern, Dortmund und Bayer Leverkusen haben in der Champions League schwierige Lose erwischt - ihre Gruppen als solche sollten aber machbar sein. Richtig übel hat es wieder einmal Borussia Mönchengladbach erwischt.

Eigentlich war alles wie immer - nur eben ohne Gianni Infantino. Den hat es unlängst von der UEFA weggezogen hin zur FIFA und nicht wenige konnten sich eine Champions-League-Auslosung ohne den markanten Infantino gar nicht mehr vorstellen.

Es geht, das hat die Auslosung am Donnerstagabend gezeigt. Denn bis auf Infantinos Fehlen war doch alles wieder beim Alten.

Die üblichen Verdächtigen fanden sich ein, garniert mit ein paar Exoten und neuen Gesichtern. Und am Ende, wer hätte es ahnen können, gab es wieder machbare Gruppen und Hammerlose zu verkünden.

Schon wieder Madrid

Madrid wird wieder einmal zum Prüfstein für die deutschen Vorzeigeklubs Bayern und Dortmund. Der Rekordmeister erwischte den letztjährigen Halbfinalgegner Atletico, da wäre dann noch eine Rechnung offen.

Der BVB muss sich mit Real Madrid messen. Seit den denkwürdigen Duellen in den Halbfinals vor drei Jahren gab es kein Wiedersehen mehr, jetzt ist der amtierende Champion natürlich das schwerste aller Lose.

Dazu kommen mit Sporting Lissabon und Legia Warschau aber machbare Gegner. Sporting kann an einem guten Tag gefährlich werden, dürfte sich aber in der Mini-Serie mit sechs Partien in der Vorrunde auf Dauer aber nicht am BVB vorbeidrängeln können.

Ebenso sollte für die Borussia auch Legia Warschau nicht zu einer ernsthaften Bedrohung werden. Dafür ist der polnische Meister zu unerfahren und qualitative nicht gut genug besetzt.

Leverkusen sollte Zweiter werden

Die Bayern haben mit dem PSV Eindhoven und Neuling und Ajax-Killer FC Rostov zwei Gegner gelost bekommen, die nicht das Niveau der Münchener haben und lediglich eine Durchgangsstation auf dem Weg in die K.o.-Runde darstellen. "Ich freue mich sehr über diese Gruppe, da ich noch gegen keinen der drei Gegner gespielt habe", sagt Mats Hummels und diese Einschätzung alleine ist auch schon ein Zeichen, dass für die Bayern eher Warmspielen als Verausgaben angesagt sein wird.

Auch Bayer Leverkusen ist mit ZSKA Moskau, den Tottenham Hotspur und dem AS Monaco noch recht glimpflich davon gekommen. Zwar sind der russische Meister und die Spurs (ehemalige) Schwergewichte in Europa, aber ZSKA hat doch mit der fragwürdigen russischen Liga kaum Vergleichswerte auf Spitzenniveau und scheidet in schöne Regelmäßigkeit in der Gruppenphase schon aus.

Und die Spurs sind eine talentierte Truppe mit einem tollen Trainer - für die Spiele auf ganz hohem Niveau aber noch nicht gemacht. Das hat das sang- und klanglose Ausscheiden gegen Dortmund in der Europa League zuletzt gezeigt.

Monaco ist eine Wundertüte, mit der Bayer bereits vor zwei Jahren schon unliebsame Bekanntschaft gemacht hat. Trotzdem kann für Bayer nur das Weiterkommen eine Option darstellen bei dieser Gruppe.

Gladbach schon wieder im Pech

Richtig schlimm, Stichwort: Hammergruppe, hat es schon wieder Borussia Mönchengladbach erwischt. Letzte Saison hioeßen die Gegner ManCity, Juventus und FC Sevilla - nun ist es fast noch schlimmer gekommen mit dem FC Barcelona, schon wieder Manchester City und als emotionales Zuckerl obendrauf Celtic Glasgow.

Für die Borussia wird es verdammt schwer werden, zumindest den zweiten Platz zu erreichen. Celtic sollte machbar sein, aber ManCity und Barca? Da müsste schon eine faustdicke Überraschung her, wenn wir die Borussia auch nach der Winterpause noch in der Champions League sehen wollen…