Der Schock nach den Terroranschlägen von Paris sitzt immer noch tief. Dennoch wird schon wieder Fußball gespielt. Am Wochenende - in den europäischen Ligen - ist alles gut gegangen. Nun geht es in der Königsklasse weiter. Champions League in Zeiten des Terrors.

Schon sehr bald nach den Terroranschlägen von Paris stellte die Uefa in einer Mitteilung klar: Der fünfte Champions-League-Spieltag wird ungeachtet der schlimmen Ereignisse stattfinden. Die Uefa werde in Zusammenarbeit mit den Gastgeber-Vereinen und den örtlichen Behörden sicherstellen, dass alle nötigen Maßnahmen getroffen würden.

Dennoch lässt sich der Terror nicht ganz ausblenden. Eine besondere Aktion hat der Klub Paris St. Germain geplant.

Paris spielt mit speziellem Trikot-Schriftzug

In Gedenken an die 130 Opfer der Terroranschläge wird der französische Fußball-Meister Paris St. Germain die nächsten beiden Spiele mit dem Trikot-Schriftzug "Je suis Paris" (Ich bin Paris) auflaufen. Das gab der Klub des deutschen Torhüters Kevin Trapp vor dem Champions-League-Auftritt beim schwedischen Club Malmö FF bekannt.

Gent muss ohne Fans anreisen

Ganz besonders im Zeichen des Terrors steht die Partie zwischen Olympique Lyon und dem belgischen Fußballmeister KAA Gent. Die Spuren der Terroristen führten nach Belgien. In Brüssel, das gerade mal 50 Kilometer von Gent entfernt liegt, herrscht seit mehreren Tagen die höchste Terrorwarnstufe.

Daher hat das belgische Innenministerium den Gent-Fans verboten, mit ihrem Verein zur Partie nach Lyon zu reisen. "Die Anschläge vom 13. November haben die höchste Sicherheitsstufe im Kampf gegen den Terrorismus ausgelöst. Die Sicherheitskräfte sollten nicht dadurch abgelenkt werden, sich auch noch um das Verhalten von Fußballfans kümmern zu müssen", teilte das Ministerium mit.


Bei der Entscheidung spielt sicher auch eine Rolle, dass sich die Anhänger der beiden Klubs beim Hinspiel gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert hatten.


Viel Polizei bei FC Bayern gegen Piräus

Auch beim Spiel zwischen dem FC Bayern München und Olympiakos Piräus (heute 20:45 Uhr, LIVE bei Sky und bei uns im Ticker) gilt erhöhte Alarmbereitschaft. 1.000 Polizisten sollen das Spiel absichern.

Dabei geht es den Beamten jedoch nicht allein um eine mögliche Terrorgefahr. Es sollen auch Ausschreitungen wie im Hinspiel, als unter anderem Bayern-Fans von griechischen Sicherheitsleuten verprügelt worden waren, verhindert werden.

Der FC Bayern hat auf die Terroranschläge von Paris zudem mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen und strengeren Kontrollen reagiert. Diese werden Sicherheitsleute und Polizei auch in der Champions League durchsetzen.

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