Das Spiel um die Millionen beginnt: Im Kampf um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase feiert der FC Schalke 04 in der Qualifikation ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Huub Stevens. Vor dem Duell mit PAOK Saloniki bereitet den Gelsenkirchenern die Abwehr allerdings Sorgen. In den weiteren Spielen müssen auch einige europäische Fußball-Schwergewichte um ihren Platz in der "Königsklasse" zittern.

Ein Spiel ist eine Momentaufnahme, zwei Spiele sind ein Trend: In unserer neuen Serie ziehen wir die Lehren des jeweiligen Spieltags - ganz subjektiv und auch nur ein bisschen ernstgemeint.

Die Voraussetzungen für Schalke könnten vor der Hinspielpartie zu Hause gegen Saloniki (Mittwoch, 20:45 live im ZDF) wahrlich besser sein. Der Start in die Bundesliga ist missglückt, nur ein magerer Punkt steht für das Team von Trainer Jens Keller nach zwei Partien zu Buche. Und zu allem Überfluss hat sich am vergangenen Samstag auch noch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar verletzt, der damit für die Champions-League-Playoffs ausfällt. Das Hin und Her um den zunächst ausgelosten Gegner Metalist Charkiw zerrte in Gelsenkirchen zusätzlich an den Nerven.

Schalkes "Jahrhunderttrainer" Huub Stevens dürften bei seiner Rückkehr auf Schalke die Probleme seines Ex-Klubs allerdings egal sein. Der Niederländer, mit dem Schalke 1997 den UEFA Cup gewann, rechnet sich auch im Hinspiel einiges aus. Nach dem 0:4 in Wolfsburg am vergangenen Bundesligaspieltag ist klar: Die S04-Abwehr um Kapitän Benedikt Höwedes ist der Schwachpunkt. Um sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche in Saloniki zu erarbeiten, müssen die Schalker vor allem in der Defensive deutlich besser stehen.

Oliver Kahn kritisiert Arsenal-Verteidiger Per Mertesacker

Auch beim FC Arsenal läuft es nicht rund. Gegen Aston Villa setzte es zum Saisonauftakt gleich die erste Niederlage. Besonders kritisch wurde die Leistung des deutschen Nationalspielers Per Mertesacker beäugt. Der frühere DFB-Kapitän Oliver Kahn ist mit dem Innenverteidiger in Diensten der "Gunners" nicht zufrieden: "Die Entwicklung von Per Mertesacker stagniert seit geraumer Zeit", schrieb Kahn in der "Bild"-Zeitung. Auch Mertesackers Teamkollege Lukas Podolski ist derzeit nicht wohlgelitten. Der Offensivspieler wurde gegen Aston Villa erst in der Nachspielzeit von Trainer Arsene Wenger eingewechselt. In der Champions-League-Qualifikation geht es für Arsenal am Mittwoch nun zunächst auswärts gegen Fenerbahce Istanbul. Ob "Poldi" zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Der FC Basel will es gegen Ludogorez Rasgrad aus Bulgarien besser machen als vergangene Saison. Denn 2012 flogen die Schweizer in der Qualifikation gegen den CFR Cluj raus. Später überzeugten sie jedoch mit viel Kampfgeist in der Europa League, der Lohn war der erstmalige Einzug in das Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs. Dort scheiterten sie am späteren Europa-League-Gewinner FC Chelsea. Im Nachbarland Österreich liegen die Hoffnungen auf Austria Wien. Der österreichische Meister bekommt es in der Qualifikation mit Dinamo Zagreb zu tun.

Bereits am Dienstag muss der italienische Renommierklub AC Mailand ran. Das Hinspiel gegen den PSV Eindhoven ist für das Team um die Superstars Mario Balotelli und Kevin-Prince Boateng ein echter Kaltstart, da in Italien die Serie A noch nicht begonnen hat.