Lucien Favre hat sich über die gesamte Saison hinweg mit teils heftiger Kritik auseinandersetzen müssen. Jetzt ist klar: Der Schweizer bleibt auch kommende Spielzeit Trainer beim BVB. Für den Titel-Angriff bekommt er Verstärkung.

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Lucien Favre bleibt auch in der kommenden Saison Trainer von Borussia Dortmund. Er soll mit dem BVB noch einmal den Serienmeister FC Bayern angreifen. Das bestätigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Donnerstag.

"Wir gehen jetzt in dieser Konstellation in die neue Saison. Wir wollen da auch noch mal angreifen", sagte Zorc. Der BVB-Sportchef kündigte auch baldige Gespräche über die Verlängerung des bis 2021 laufenden Vertrages an.

"Wir haben intern ein sehr großes Vertrauensverhältnis und werden die Gespräche sicher zu gegebener Zeit führen." Favre drängt derweil nicht darauf. "Ich habe einen Vertrag bis 2021, und es ist zu früh, darüber zu sprechen", sagte der Schweizer.

Favre nach Niederlage gegen Bayern erneut in Kritik geraten

Favre war nach der 0:1-Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister am 28. Spieltag erneut in die Kritik geraten, nachdem die Meisterschaft auch im zweiten Jahr verpasst worden war. Insbesondere Sky-Experte Lothar Matthäus hatte die Diskussion losgetreten.

Favre ist mit einem Schnitt von 2,16 Punkten pro Spiel der in dieser Kategorie beste Trainer der BVB-Historie. "Sogar noch vor einem gewissen Jürgen Klopp", wie Spieler Axel Witsel bei "Sport1" betonte: "Auch einen Torrekord, wie wir in dieser Saison, stellt man bei einem Klub wie Borussia Dortmund nicht en passant auf. So furchtbar viel verkehrt kann er also nicht gemacht haben."

Offiziell: BVB verpflichtet Meunier

Witsel darf sich zur kommenden Saison auf einen alten Bekannten beim BVB freuen: Thomas Meunier wechselt zum Vize-Meister, wie der BVB am Donnerstag bekannt gab.

Der Belgier steht aktuell noch bei Paris Saint-Germain unter Vertrag. Sein Vertrag in Paris läuft aber in wenigen Tagen aus. Der 28 Jahre alte Außenverteidiger unterschrieb in Dortmund einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Meunier spielt wie Witsel - und auch Thorgan Hazard - für die belgische Nationalmannschaft.

"Meunier ist ein Spieler, der seine Qualität auf höchstem Niveau unter anderem in der Champions League und in der Nationalmannschaft über einen langen Zeitraum hinweg nachgewiesen hat und uns mit seiner Erfahrung richtig guttun wird", sagt Zorc über den neuen Mann.

Borussia Dortmund trifft am letzten Spieltag auf Hoffenheim

Die Dortmunder haben vor dem abschließenden Saisonspiel am Samstag (15:30 Uhr, LIVE bei uns im Ticker) gegen 1899 Hoffenheim 84 Tore erzielt, mehr als in jeder anderen Saison. Die noch laufende Spielzeit werden sie aber erneut als Zweiter abschließen.

Einen anderen Titel wird es auch nicht geben, im DFB-Pokal und in der Champions League sind die Dortmunder bereits ausgeschieden. Favre konnte auch in seiner ersten BVB-Saison keinen Titel gewinnen. (msc/dpa)

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1994/95: Die erste Bundesliga-Meisterschaft des BVB - und eine Jahrhundertschwalbe

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