Es ist ein herber Schlag für RB Leipzig: Ausgerechnet im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund muss das Hasenhüttl-Team auf Spitzenstürmer Timo Werner verzichten. Ein Grund könnten die Dortmunder Fans sein.

Die Südkurve im Signal-Iduna-Park von Borussia Dortmund ist eine Macht. Die lautstarke Unterstützung der BVB-Fans wird mit bis zu 130 Dezibel gemessen. Viel lauter wird es in deutschen Stadien wohl kaum.

Und genau das könnte der Grund sein, weshalb RB Leipzig laut "Bild" im Spitzenspiel beim Tabellenführer auf seinen wichtigsten Stürmer verzichten muss: Timo Werner.

Wechsel von Mbappé zu Leipzig scheiterte 2015 nur denkbar knapp.


Der Verein selbst verweist auf Nachfrage darauf, eine endgültige Entscheidung über einen möglichen Einsatz im Spiel beim BVB werde erst nach dem Abschlusstraining fallen.

Ein positiver Befund dürfte jedoch unwahrscheinlich sein.

Der 21-Jährige fehlt Leipzig seit dem Champions-League-Spiel bei Besiktas Istanbul. Dort hatte er noch versucht, dem Lärm, den die Besiktas-Fans verursachten, mit Ohrstöpseln beizukommen.

Doch gegen 132 Dezibel konnte auch diese Maßnahme nichts ausrichten und Werner wurde mit Kreislaufproblemen ausgewechselt.

Später teilte der Verein mit, der Stürmer leide an einer Blockade der Halswirbel-Muskulatur und des Kiefergelenks.

Werner traut sich BVB noch nicht zu

Die Länderspielpause wollte Werner eigentlich dazu nutzen, wieder fit zu werden. Immerhin stehen heftige Wochen für RB Leipzig an. Nach dem Spiel in Dortmund folgen Partien gegen Porto, Stuttgart und den FC Bayern.

"Timo muss selbst das Zutrauen haben und sagen: 'Ich bin bereit für solch ein Spiel'", hatte Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick am Donnerstag mitgeteilt. Dieses Zutrauen vor den lauten Dortmunder Fans zu bestehen fehlt Werner, der bislang Einzeltrainings absolviert hatte, offensichtlich noch.

Laut "Bild" soll nun ein Experte helfen. Dr. Kurt Mosetter betreute bereits Rangnick selbst nach einem Bandscheibenvorfall.

Nun soll Mosetters spezielle Art der Schmerztherapie Werner für die kommenden Wochen fit machen. Damit ihm auch die lautesten Fans hoffentlich bald nichts mehr anhaben können. (ska)