• Borussia Mönchengladbach gewann am Dienstagabend gegen Werder Bremen.
  • Doch der versöhnliche Hinrundenabschluss rückte in den Hintergrund.
  • Der Corona-Wirbel um Breel Embolo erhitzt die Gemüter.

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Marco Rose war genervt. Die Diskussionen über Breel Embolos mögliche Teilnahme an einer nächtlichen Party in Corona-Zeiten wollte der Trainer von Borussia Mönchengladbach schnell beenden.

"Breel ist gegen Dortmund dabei", sagte Rose nach dem glücklichen 1:0-Sieg am Dienstagabend gegen Werder Bremen mit Blick auf den Rückrundenauftakt am Freitag (20:30 Uhr/ZDF und DAZN) gegen den BVB. Doch mit der Rückkehr in den Kader ist das leidige Thema noch längst nicht abgehakt - das war auch Rose klar.

Gladbach glaubt Embolo - doch so einfach ist es nicht

"Im Optimalfall finden wir alle Mittel und Wege, die Wahrheit herauszubekommen. Ich glaube schon, dass das Breels Anwälte jetzt auch übernehmen werden", sagte Rose.

Für die Gladbacher geht es nun darum, ob der gegen Bremen vorsorglich wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung aus dem Kader gestrichene Stürmer gegenüber dem Verein und seinen Mitspielern die Wahrheit gesagt hat, als er versicherte, "kein Teil der Party gewesen zu sein".

"Wir haben intern ein sehr gepflegtes und ehrliches Miteinander. Wenn er sagt, dass er nicht da war, dann ist das so. Da stehe ich hinter", sagte etwa Teamkollege Christoph Kramer in der ARD.

Doch so einfach ist es nicht. Nach SID-Informationen war der Schweizer Nationalspieler Samstagnacht sehr wohl Partygast am Essener Baldeneysee.

Auch die Polizei stellte klar, dass sich "der Einsatz auf den Gastronomiebetrieb konzentriert" habe. In der Nachbarschaft hätte es keinen Einsatz gegeben. Embolo hatte allerdings betont, zu Gast bei einem Freund in unmittelbarer Nachbarschaft des Lokals gewesen zu sein, um gemeinsam Basketball zu schauen.

Sommer: Wir werden das "deutlich" ansprechen

"Er wird daraus lernen und wir werden ihn unterstützen. Aber wir werden als Mannschaft schon auch hart ins Gericht gehen und das deutlich ansprechen", sagte Torhüter Yann Sommer bei "Sky" nach dem Spiel gegen Bremen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) dürfte den Fall ebenfalls mit großem Interesse verfolgen. Die DFL hatte erst kürzlich an das Verantwortungsbewusstsein der Fußballprofis und Vereine angesichts der schwierigen Corona-Lage appelliert. Auch ohne Partybesuch bezeichnete Rose das Verhalten des 23-Jährigen als "völlig sinnfrei".

Rose will sich wieder auf das Sportliche konzentreieren

Gegen Borussia Dortmund setzt Rose aber wieder auf den Schweizer, ebenso kommt Marcus Thuram nach abgesessener Sperre nach seiner widerlichen Spuck-Attacke zurück. Rose, der mit dem BVB in Verbindung gebracht wird, will sich nach der "ordentlichen" Hinrunde jetzt wieder voll auf sportliche Themen konzentrieren.

"30 Punkte" seien das Ziel zur Halbzeit gewesen, so der Coach. Mit den erreichten 28 sei man davon "nicht so weit weg".

Es gebe viele Dinge, auf denen man aufbauen könne. Aber auch viele Dinge, die man noch besser machen könne - auf und neben dem Platz. (msc/afp)

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