Pierre-Emerick Aubameyang wackelt bei Borussia Dortmund. Der Stürmer ist längst nicht mehr unumstritten. Verlässt er den Verein schon im Winter?

Hans-Joachim Watzke stellte sich in der Jahreshauptversammlung von Borussia Dortmund demonstrativ vor Pierre-Emerick Aubameyang.

"Wie in der vergangenen Woche mit Pierre-Emerick umgegangen wurde, hat mir nicht gefallen. Ich habe im Derby einen Auba gesehen, der sich reingekniet hat", sagte der BVB-Boss.

Es war wohl der verzweifelte Versuch, eine Fassade aufrecht zu erhalten, die längst zu bröckeln begonnen hat.

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Aubameyang wird kritisch gesehen

Aubameyang und der BVB, das scheint irgendwie nicht mehr so recht zu passen. Auf der JHV wurde der Stürmer von den Fans ausgebuht und auch in der Mannschaft ist der Gabuner wohl längst nicht mehr unumstritten.

Immer wieder wird seine allzu lässige Einstellung in Sachen Fleiß, Defensivarbeit und Pünktlichkeit bemängelt. Solange Aubameyang wie am Fließband traf, ließen ihm seine Kollegen noch vieles durchgehen. Nun, da es auch an Toren mangelt, wird vieles kritischer gesehen.

Nach Aubameyangs gelb-roter Karte im sensationell verspielten Revierderby platzte Torhüter Roman Weidenfeller der Kragen.

"Das war einfach schwachsinnig, sich da eine gelb-rote Karte abzuholen", schimpfte Weidenfeller im Gespräch mit "Sport1.de" und Kapitän Marcel Schmelzer forderte ein: "Es ist Zeit, Klartext zu reden über einige Aktionen."

Auch damit dürfte Aubameyang gemeint sein. Es scheint, als wäre der Stürmer in seiner Mannschaft immer mehr isoliert.

Geht Aubameyang schon im Winter?

Der Gabuner selbst gibt sich seit einigen Tagen betont wortkarg. Hatte er sich bei seiner Suspendierung noch in der "Bild" offensiv verteidigt, gibt er seither nur noch ausgewählten Pressevertretern Antworten.

Vielleicht liegt das auch daran, dass er selbst nicht so recht weiß, wie es mit ihm weitergehen wird.

Laut "Sport1" beschäftigt sich Borussia Dortmund so ernsthaft wie nie mit einem Verkauf des Stürmers.

Die "Bild" berichtet, Aubameyang selbst wolle weg. Interessenten gäbe es wohl genug. Laut englischer Medien sollen ihn beispielsweise der FC Liverpool und der FC Chelsea auf dem Zettel haben.

Für den BVB läge die Schmerzgrenze wohl bei 70 Millionen Euro, spekuliert "Sport1". Sollte ein Verein diese Summe schon zur Winterpause auf den Tisch legen, wäre Aubameyang in Dortmund wohl Geschichte. (ska)