Ridle Baku ist der kurioseste Bundesliga-Torschütze des 32. Spieltags. Er erfuhr auf der Autobahnraststätte von seinem Debüt in der höchsten Spielklasse. Dann geht alles ganz schnell.

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Am Sonntagmorgen dachte Ridle Baku nicht einmal im Traum daran, dass er wenige Stunden später sein Bundesligadebüt für den FSV Mainz 05 absolvieren und mit dem Tor zum 3:0-Endstand gegen Vizemeister RB Leipzig krönen würde. Denn der 20-Jährige befand sich bereits mit der Mainzer U23 auf dem Weg nach Freiburg, wo er aber nie ankam.

Baku wird aus dem Bus geholt

"Ich habe an einer Autobahnraststätte erfahren, dass ich aus dem Bus aussteigen soll", berichtete Baku über seine kuriose Rückholaktion.

Mit dem Auto ging es zurück nach Mainz, wo er im Hotel von FSV-Trainer Sandro Schwarz eine kurze taktische Einweisung für das Spiel erhielt.

Alles etwas viel für einen Sonntag

"Ich habe erst einmal 45 Minuten gebraucht, um zu wissen, wo ich bin", erzählte der Mittelfeldspieler.

Dann war er aber voll da. "Er hat ein sehr gutes Debüt gegeben", lobte Schwarz. "Wenn du nicht so gut drin bist im Spiel - sich dann als junger Spieler so heraus zu kämpfen und mit solch einer Energie dagegenzustemmen, dafür gebührt ihm ein großes Kompliment."

Baku: "Ein guter Tag"

Das Sahnehäubchen war der Treffer kurz vor Schluss. "Die Fans waren happy, meine Mitspieler waren happy, ich war happy - es war ein guter Tag", sagte Baku.

Zur Belohnung durfte er danach im Mainzer Fanblock die Feierlichkeiten dirigieren.  © dpa