Elfmeter im DFB-Pokal und andere krasse Schiedsrichter-Fehlentscheidungen

Dass Fehlentscheidungen zum Fußball dazugehören, ist ganz normal. Aber in manchen Situationen fragt man sich schon, was das Schiedsrichtergespann da gesehen hat. So auch jüngst beim DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem FC Bayern München und Werder Bremen.

Das Spiel von RB Leipzig gegen Schalke 04 am 13. Spieltag der Saison 2016/2017 ist noch jung, da kommt es schon zum Aufreger der Partie. Kurz nach Anstoß fällt Leipzigs Timo Werner (m.) ohne Fremdeinwirkung im Strafraum. 04-Keeper Fährmann (r.) bekommt daraufhin sogar Gelb. Den folgenden Elfmeter verwandelt der RB-Stürmer souverän zur Führung - ein wichtiger Treffer für den "Bullen"-Sieg (2:1).
Im Pokalspiel 2016 zwischen dem SC Freiburg und dem SV Sandhausen prallt Janik Haberer (im Bild) mit dem Sandhäuser Philipp Klingmann im Strafraum zusammen. Zur Verwunderung aller pfeift Schiedsrichter Tobias Stieler Elfmeter für Freiburg. Diese Chance lässt sich Nils Petersen nicht nehmen und trifft zum 3:3. Da Sandhausen das Elfmeterschießen gewinnt, hat die Fehlentscheidung keine gravierenden Folgen für den SVS.
In der Saison 2015/16 gibt der Hannoveraner Leon Andreasen den Diego Maradona der Bundesliga. Im Spiel gegen den 1. FC Köln drückt er den Ball mit der Hand über die Linie. Alle im Stadion haben das Handspiel gesehen - nur Schiedsrichter Bastian Dankert nicht.
2013 köpft der Leverkusener Stefan Kießling den Ball seitlich am Hoffenheimer Tor vorbei. Durch ein Loch im Netz landet der Ball dennoch im Tor. Der Unparteiische Felix Brych gibt Kießling den "Treffer". Der Einspruch der Hoffenheimer wird zurückgewiesen, weil es sich um eine Tatsachenentscheidung handelt.
Im Pokalfinale 2014 erzielt der damalige Dortmunder Profi Mats Hummels ein reguläres Tor. Doch Schiedsrichter Florian Mayer entscheidet, dass der Ball noch nicht mit vollem Umfang über der Linie gewesen ist. Glück für den FC Bayern, der in Verlängerung durch Tore von Arjen Robben und Thomas Müller den Pott gewinnt.
Er kann es selbst kaum glauben: In der Zweitliga-Partie zwischen dem MSV Duisburg und dem FSV Frankfurt (Saison 2010/2011) schießt Christian Tiffert den Ball an die Latte, von der aus der Ball über einen Meter ins Feld springt. Referee Marco Fritz entscheidet trotzdem auf Tor.
Andreas Möller legt in der Saison 1994/1995 im Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Karlsruher SC die wohl berühmteste Schwalbe der Bundesliga-Geschichte hin. Der Schiedsrichter fällt darauf rein und gibt den Strafstoß für den BVB.
In der Partie gegen den 1. FC Nürnberg schießt Bayerns Thomas Helmer den Ball knapp am Tor vorbei. Der Assistent hat den Ball als einziger im Stadion im Tor gesehen und dieses dem Referee angezeigt. Das Spiel endet 2:1 für den FCB, wird aber wiederholt.
Im WM-Finale 1966 im legendären Wembley-Stadion zwischen England und Deutschland schießt Geoff Hurst den Ball an die Unterkante der Latte, der Ball prallt senkrecht nach unten und Wolfgang Weber klärt den Ball zur Ecke. Der Unparteiische Gottfried Dienst spricht England das "Wembley-Tor" zu.
Dieses klare Handspiel sorgt dafür, dass nicht Irland, sondern Frankreich zur WM 2010 fährt. Stürmer Thierry Henry nimmt in der Verlängerung des Qualifikationsspiels den Ball mit der Hand mit und passt auf William Gallas, der den Ball ins Tor köpft. Obwohl Henry sein Handspiel im Nachhinein zugibt, dürfen die Franzosen an der WM teilnehmen.
Diego Maradona trifft bei der WM 1986 im Viertelfinale gegen England zum 1:0-Endstand für Argentinien. Sein Tor erzielt er allerdings mit der Hand. In einem Interview erklärt Maradona, er habe das Tor mit der "Hand Gottes" gemacht.
Eigentlich bedeutet die zweite Gelbe Karte für einen Spieler das Aus. Der englische Schiedsrichter Graham Proll zeigt sich bei der WM 2006 im Spiel zwischen Kroatien und Australien gnädig und gibt Josip Simunic gleich drei Gelbe Karten. Erst nach der letzten muss der Verteidiger vom Platz.