Dieser Vorschlag kommt ausgerechnet von einem Verantwortlichen des Hamburger SV! HSV-Sportdirektor Jens Todt spricht sich für die Abschaffung der Relegation aus. Dabei retteten sich die Hamburger bereits zweimal über diese Entscheidungsspiele in der Bundesliga.

HSV-Sportdirektor Jens Todt ist gegen die Relegation zwischen dem Drittletzten der Fußball-Bundesliga und dem Dritten der 2. Liga.

BVB-Coach äußert sich erstmals zu Gerüchten um seinen Abschied.

"Natürlich ist die Relegation für die Fans eine spannende Sache. Aber ich bin generell dafür, sie abzuschaffen", sagte der Ex-Nationalspieler der "Bild"-Zeitung.

Todt scheiterte 2015 mit dem KSC am HSV

Im Jahr 2015 war er noch als Manager des Zweitligisten Karlsruher SC knapp an seinem derzeitigen Verein Hamburger SV gescheitert, dem in dieser Saison im Kampf um den Klassenverbleib bereits die dritte Relegation droht.

"Wenn man als Zweitligist eine richtig gute Saison spielt und dann so knapp scheitert, ist das extrem bitter", erklärte Todt seinen Standpunkt.

Der KSC hatte vor zwei Jahren nach einem 1:1 in Hamburg im Rückspiel bis in die Nachspielzeit mit 1:0 geführt, ehe ein umstrittener Freistoß den HSV in die Verlängerung rettete.

Dort sorgte Nicolai Müller dann mit dem späten 2:1 für den erneuten Klassenverbleib der noch nie abgestiegenen Hamburger.

Todt damals stinksauer

Schon damals hatte sich Todt noch im Gefühl der unglücklichen Niederlage mit drastischen Worten gegen die K.-o.-Duelle in der Relegation ausgesprochen. "Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte", sagte der heutige HSV-Sportdirektor seinerzeit.

In diesem Jahr droht dem HSV erneut die Relegation. Nach 32 Bundesliga-Spieltagen liegen die Hanseaten auf Relegationsrang 16.

Mögliche Gegner wären der VfB Stuttgart, Eintracht Braunschweig, Hannover 96 und Union Berlin. (dpa/tfr)