Zwei Mal gelingt dem FC Augsburg die Führung, zwei Mal holt der FC Schalke 04 wieder auf. In den letzten Spielminuten dann trifft Amine Harit zum 2:3 - und vernichtet die Hoffnung des Gastgebers auf einen Punktgewinn.

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Amine Harit hat einem extrem effektiven FC Schalke 04 einen schmeichelhaften Auswärtssieg beim FC Augsburg beschert. Der 22 Jahre alter Marokkaner erzielte am Sonntagabend zum Abschluss des 10. Spieltags nach einem bösen Aussetzer des eingewechselten FCA-Profis Reece Oxford in der 82. Spielminute das Siegtor zum 3:2 (1:1) für die Königsblauen, die mit 18 Punkten Anschluss an die Aufstiegsplätze halten. Zuvor hatten die Gäste nach zwei Freistößen mit einem Eigentor von Stephan Lichtsteiner (45.+1) und Ozan Kabak (71.) zweimal eine Augsburger Führung ausgeglichen. Die Treffer von Kapitän Daniel Baier (38.) und Torjäger Alfred Finnbogason, der einen Handelfmeter verwandelte (60.), reichten für einen lange dominanten FCA nicht mal zu einem Punktgewinn.

Die erste Spielhälfte gehörte bis auf die Nachspielzeit exklusiv den Augsburgern. Sie war wieder zu sehen, diese frühere FCA-Dynamik mit aggressiven Zweikämpfen, hoher Laufbereitschaft und wuchtigen Offensivaktionen. Ein Treffer als Belohnung war allerdings viel zu gering.

Aus 17 Metern ins Tor

Marco Richter schoss zweimal gefährlich (2./4.). Florian Niederlechner scheiterte nach einem feinen Zusammenspiel mit Richter an Schalke-Torwart Alexander Nübel, der den Schuss an den Kopf bekam und so abwehrte (27.). Das überfällige 1:0 erzielte dann Baier aus rund 17 Metern am Ende eines schnellen Angriffs, den der Kapitän selbst mit einem klasse Pass auf Finnbogason einleitete.

Und Schalke? Enttäuschte lange Zeit. Die Gäste agierten schlampig im Aufbau und verloren defensiv früh an Stabilität durch die frühe Auswechslung des Abwehrhünen Salif Sané, der nach einem Schlag gegen das Knie mit der Bahre abtransportiert werden musste. Weston McKennie rückte aus dem Mittelfeld notgedrungen in die Innenverteidigung.

Immerhin war der eingewechselte Daniel Caligiuri maßgeblich am 1:1 beteiligt. Nach einem unnötigen Foul von FCA-Verteidiger Tin Jedvaj an Benito Raman schlug Caligiuri den Freistoß scharf von der linken Seite vor das Augsburger Tor. FCA-Verteidiger Stephan Lichtsteiner verlängerte den Ball mit dem Kopf unglücklich und unhaltbar ins eigene Tor. Das 1:1 zur Pause war für Schalke sehr schmeichelhaft.

Nach Videobeweis die Entscheidung für den Strafstoß

Im Glück war dafür nach dem Seitenwechsel der FCA. Finnbogason schoss Schalkes Außenverteidiger Bastian Oczipka den Ball aus kurzer Distanz an den Arm. Schiedsrichter Patrick Ittrich entschied zunächst auf Eckball, korrigierte die Entscheidung aber nach Videobeweis. Der deutlich formverbesserte Finnbogason verwandelte sicher vom Punkt.

Schalke musste wieder reagieren - und tat das erneut nach einem Freistoß. Baier hatte diesmal Caligiuri gefoult. Caligiuri schlug den Ball wieder präzise in den Strafraum, wo Kabak unbedrängt einköpfte. Und Schalke legte sogar nach. Oxford spielte einen schlimmen Fehlpass in der der eigenen Hälfte. Harit umkurvte Jedvaj und FCA-Torwart Tomas Koubek und schloss dankbar ab. Schalke jubelte, Augsburg war entsetzt. (best/dpa)

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