In der Schlussphase des Bundesliga-Spiels zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig (2:1) ist am Montagabend ein Frankfurter Fan auf der Haupttribüne nach einer Herzattacke gestorben. Das teilte die Eintracht gut eine Stunde nach der Partie im Stadion mit.

Tödlicher Zwischenfall bei der Bundesliga-Partie Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war ein Krankenwagen in den Innenraum der Commerzbank Arena gefahren, um einem Mann mit Herzproblemen sowie einem weiteren verletzten Anhänger zu helfen.

Für den Fan mit der Herzattacke kam jede Hilfe zu spät. Der andere war nach dem Spiel von einem Zaun gestürzt und musste behandelt werden.

In Frankfurt begannen die erste und zweite Halbzeit jeweils mit mehrminütiger Verspätung.

Fan-Proteste gegen Montagsspiele

Vor allem die Szenerie zu Beginn des Spiels hatte auch etwas Dramatisches, weil mehrere Hundert Frankfurter Fans in den Innenraum der Commerzbank Arena drängten und dort direkt am Spielfeldrand hinter den Werbebanden Transparente entrollten ("Eintracht-Fans gegen Montagsspiele").

Dass der Schiedsrichter das Spiel dennoch anpfiff und auch die Leipziger dabei mitmachten, war Teil der Strategie.

Alle Beteiligten von den Vereinen über die Polizei bis hin zu Referee Felix Zwayer wussten seit Sonntag ungefähr Bescheid, was die Fans planten.

Es wurde ihnen zugestanden - und sie kehrten nach zwei Spielminuten auf die Tribüne zurück.

Sportlich überholten die Hessen den Vize-Meister durch ihren elften Saisonsieg in der Tabelle der Fußball-Bundesliga und kletterten auf Rang drei.

Leipzig rutschte auf Platz fünf ab. Jean-Kevin Augustin (13. Minute) brachte die Gäste vor 45 100 Zuschauern in Führung, Timothy Chandler (22.) und Kevin-Prince Boateng (26.) drehten die Partie für die Eintracht.  © dpa