Der frühere Bundesligatrainer Felix Magath hat eingeräumt, in seiner Zeit als Coach gegen Depressionen gekämpft zu haben. Als Auslöser nennt er die ständige öffentliche Kritik bei seinem Ex-Klub.

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Der für besonders harte Trainingsmethoden bekannt gewordene ehemalige Fußballmeistertrainer Felix Magath hat in seiner aktiven Zeit gegen Depressionen gekämpft. "Ich bin morgens aufgewacht und dachte: 'Heute stehst du nicht auf und bleibst liegen'", sagte Magath der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. "Mir war alles einfach zu viel", ergänzte der 66-Jährige.

"Damals habe ich einen tiefen Abgrund gesehen, und um ein Haar wäre ich hineingefallen - rückblickend muss ich sagen: Das war knapp." Magath datierte seine Probleme auf das Frühjahr 2011.

Im März 2011 wird Magath beim FC Schalke entlassen

Am 16. März 2011 war er beim FC Schalke 04 entlassen worden, obwohl er in der Vorsaison das Finale des DFB-Pokals sowie das Viertelfinale der Champions League erreicht hatte. Nur wenige Tage nach seiner Entlassung kehrte Magath zum VfL Wolfsburg zurück, dem er im Jahr 2009 zum bisher einzigen Meistertitel verholfen hatte.

Die ständige öffentliche Kritik auf Schalke benannte Magath als Auslöser seiner Probleme. "Das hat mir stark zugesetzt – das muss ich heute gestehen - bei einem damals besseren Verständnis hätte ich wahrscheinlich mit psychologischer Betreuung die Situation anders verarbeiten können."

Magaths große Erfolge mit dem Hamburger SV

Als Spieler feierte Magath große Erfolge. Mit dem Hamburger SV wurde er in den Jahren 1979, 1982 und 1983 Deutscher Meister, 1983 gewann er auch den Europapokal der Landesmeister. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er außerdem 1980 Europameister und 1982 sowie 1986 Vize-Weltmeister.

Seit 2020 arbeitet Magath bei der fränkischen Onlinedruckerei Flyeralarm. Er wurde Leiter der neu gegründeten Unternehmenssparte Flyeralarm Global Soccer, über die er als Berater für die Würzburger Kickers sowie den FC Admira Wacker Mödling tätig ist. (lh/AFP)

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