• Hasan Salihamidzic und Lothar Matthäus legen ihren Streit bei.
  • Matthäus hatte zuletzt die Abwehr des FC Bayern scharf kritisiert.
  • Sport-Vorstand Salihamidzic sich anschließend schützend vor seine Spieler gestellt.

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Hasan Salihamidzic und Lothar Matthäus haben ihren Zwist ausgeräumt. Es habe in den vergangenen Tagen "ein Telefonat" gegeben, sagte Matthäus als "Sky"-Experte im Zuge des Bundesligaspiels des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag.

Salihamidzic stand dabei gut einen Meter neben ihm am Kommentatorentisch und sagte: "Wir kennen uns seit 25 Jahren. (...) Wir schätzen uns, glaube ich, gegenseitig." Beide spielten bei den Bayern Ende der 1990er-Jahre zusammen.

Matthäus geht mit Upamecano und Hernández ins Gericht

Auslöser des Streits war Matthäus' Kritik an der Defensivschwäche des Rekordmeisters und den teuer eingekauften Innenverteidigern Dayot Upamecano und Lucas Hernández. Matthäus war nach der peinlichen 2:4-Pleite der Bayern in Bochum mit Upamecano hart ins Gericht gegangen. Upamecano sei beim Rekordmeister "noch nicht angekommen, aber er ist schon sieben, acht Monate da - wie lange soll er noch Zeit bekommen? Er macht keinen sicheren Eindruck, wirkt wie ein Fremdkörper."

Und auch Hernández hatte sich der deutsche Rekordnationalspieler vorgenommen: "Er war der teuerste Bayern-Spieler, da wird mehr verlangt." Das "Preis-Leistungs-Verhältnis" stimme nicht.

Von Fehleinkäufen wollte Matthäus aber noch nicht sprechen. Upamecano war vor der Saison für 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig nach München gewechselt, Hernández war 2019 für 80 Millionen von Atlético Madrid gekommen. Bayern-Sportvorstand Salihamidzic hatte auf die Worte von Matthäus auch öffentlich reagiert.

Salihamidzic: "Ich werde mich immer vor unsere Jungs stellen"

"Wenn er etwas zu sagen hat, kann er das machen", sagte der Bayern-Vorstand am Samstag. "Aber ich werde mich immer vor unsere Jungs stellen, das muss Lothar auch aushalten."

Auch Matthäus sagte, der Zwist sei "ausgeräumt, beide haben ihre Ansichten. Wenn ich einen kritischen Punkt sehe, den muss man lange suchen, dann muss ich kritisieren". Nach dem 1:0-Sieg der Münchner in Frankfurt äußerte sich Matthäus auch deutlich positiver über die Bayern-Abwehr: "Sie haben nach langer Zeit wieder zu Null gespielt. Frankfurt hatte ein paar Chancen, aber die Defensive stand gut.

Man hat gesehen, dass den Bayern ein Stein vom Herzen gefallen ist, da sie mit sich selbst unzufrieden waren. Sie haben defensiv gewechselt und sich taktisch defensiver verhalten. Ein hochverdienter Sieg der Bayern."

(dpa/afp/msc)

Wataru Endo, Benno Schmitz, Marvin Schwäbe, VfB Stuttgart, 1. FC Köln, Bundesliga, 34. Spieltag
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