So richtig kommt der FC Bayern in Sachen Transfers nicht in Fahrt. Drei Zugängen stehen sechs Abgänge gegenüber. Der Kader wird kleiner und kleiner. Trainer Niko Kovac schlägt Alarm.

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Beim FC Bayern laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat dieser Tage alle Hände voll zu tun, um seinem Trainer Niko Kovac einen schlagkräftigen und vor allem breiten Kader für die kommende Saison zur Verfügung zu stellen.

Aktuell gehören lediglich 17 Profis dem Kader an. Dabei sind bereits die wechselwilligen Jerome Boateng und Renato Sanches sowie die beiden Jung-Profis Alphonso Davies und Jann-Fiete Arp eingerechnet. "Mit 17 Profis kommen wir nicht weit", sagt Bayern-Trainer Niko Kovac dem "Kicker" (Donnerstagsausgabe), "19 brauchen wir schon."

Wilde Gerüchte um mögliche Bayern-Zugänge

Um Zugänge ranken sich beim FC Bayern seit Wochen wilde Gerüchte. Ob Leroy Sané (Manchester City), Ousmane Dembélé (FC Barcelona), Nicolas Pépé (OSC Lille) oder Timo Werner (RB Leipzig) - um nur ein paar zu nennen - werden intensiv mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Doch verpflichtet wurde (noch) keiner von ihnen. Stattdessen: Stillstand.

Fünf Gründe, warum der Franzose kein guter Bayern-Ersatz für Ribéry wäre.

Ende März gab der FC Bayern den Wechsel von Lucas Hernández nach München bekannt. Seither ist nichts passiert. Lediglich die Gerüchteküche brodelte weiter.

Nun sei Steven Bergwijn von der PSV Eindhoven in den Bayern-Fokus geraten, berichtet der "Kicker". Der 23 Jahre alte Linksaußen könnte die Lücke auf den Flügeln schließen, die nach den Abgängen von Arjen Robben und Franck Ribéry entstanden ist.

Salihamidzic will Spieler zum FC Bayern holen, aber schafft es nicht

Die Liste der möglichen Bayern-Zugänge ist lang. Federico Chiesa (AC Florenz), Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Gareth Bale (Real Madrid), Matthijs de Ligt (Ajax Amsterdam), der lange gehandelte Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea) und zuletzt Rodrigo (Atlético Madrid) sowie Ozan Kabak (VfB Stuttgart) gehörten, beziehungsweise gehören, laut verschiedener Medienberichte zum erweiterten Favoriten-Kreis bei den Bayern-Bossen.

Der FCB hätte gerne Atléticos Rodrigo verpflichtet. Doch der Spanier zieht es offenbar vor, nach England zu seinem Landsmann und Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola (Manchester City) zu wechseln. Salihamidzic wollte, doch konnte den Mittelfeldspieler nicht von einem Transfer nach München überzeugen.

FC Bayern: Wann kommt der benötigte Flügelspieler?

Bei einem sehr gut besetzten zentralen Münchner Mittelfeld mit Thiago, Javi Martinez, Leon Goretzka, Corentin Tolisso, Thomas Müller und (noch) Renato Sanches erscheint es ohnehin fraglich, warum der FC Bayern weitere Millionen ins Mittelfeld investieren möchte, statt in die Flügel. Denn dort liegt die eigentliche Baustelle. Mit Serge Gnabry und Kingsley Coman stehen Kovac neben dem jungen Davies lediglich zwei Flügelspieler zur Verfügung. Zu wenig.

Sicht auf Besserung gibt es aber noch nicht. Wunschspieler Sané möchte offenbar nicht nach München wechseln. Doch Panik aufgrund des kleinen Kaders bricht bei den Vereins-Bossen wenige Tage vor Beginn der Saisonvorbereitung (8. Juli) nicht aus.

Uli Hoeneß gibt sich gelassen. Der Präsident des FC Bayern sieht keinen Anlass zur Eile, wenn es um die Gestaltung des Kaders geht. "Ich kann versichern, am 15. August (Bundesliga-Start, Anm. d. Red.) steht eine gute Mannschaft auf dem Platz", sagte Hoeneß kürzlich "Sky Sport".

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