FC Bayern: Granatentransfers oder doch nur Perspektivspieler - wen der FCB holen könnte

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß spricht von Granatentransfers - oder kommen doch nur Perspektivspieler für die alternden Stars? Wer als Neuzugang infrage kommt.

Bislang stehen erst zwei Neuzugänge fest: Niklas Süle und Sebastian Rudy. Beide kommen aus Hoffenheim. Der 21 Jahre alte Süle gilt als eines der Top-Nachwuchstalente Deutschlands in der Innenverteidigung. Damit ist er eher ein Perspektivspieler. Rudy ist mit 27 Jahren hingegen bereits ein gestandener Bundesliga-Profi, der vor allem mit seiner Vielseitigkeit glänzt. Doch ob er sich zum Granatentransfer entwickelt, ist eher fraglich.
Eine ähnliche Kategorie wie Rudy ist Marvin Plattenhardt. Der 25 Jahre alte Linksverteidiger ist zwar bundesligaerfahren. Doch Granatenkategorie? Eher nicht. Ohnehin ist das aktuelle Wechsel-Gerücht, von dem die "Welt" berichtet hat, von Hertha bereits dementiert worden.
Der 22-jährige Leon Goretzka von Schalke 04 spielt eine starke Saison. Doch auch er ist deutlich mehr Perspektivspieler als fertiger Star. Sein Vertrag auf Schalke läuft noch bis 2018. Gut möglich also, dass die Münchner noch ein Jahr warten und ihn dann ablösefrei holen. Zuletzt wurde sein Berater an der Säbenerstraße gesichtet. Interesse dürfte also bestehen.
Definitiv eine sofortige Verstärkung wäre Alexis Sanchez, der derzeit bei Arsenal London spielt. Der 28-Jährige Flügelstürmer dürfte auch zu haben sein - auch wenn mit rund 60 Millionen Euro nicht ganz billig. Das Problem: Angeblich fordert der Chilene über 25 Millionen Euro pro Jahr. Damit würde er das Gehaltsgefüge beim FCB sprengen.
Marco Verrati kennt FCB-Trainer Carlo Ancelotti noch aus seiner PSG-Zeit. Und offenbar ist er Fan von dem 24 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler. Der Italiener hat in Paris allerdings noch einen Vertrag bis 2021. Sollten ihn die Bayern haben wollen, müssten sie laut Medienberichten wohl bis zu 100 Millionen Euro hinblättern.
Die Münchner hätten genug Euros auf ihrem Festgeldkonto. Doch die Frage ist: Wollen die Münchner so viel für einen Spieler ausgeben? Offenbar ja, denn Hoeneß sagte am Samstag ebenso: "Wenn wir einen Spieler haben wollen, werden wir auch Dinge machen, die wir noch nicht gemacht haben." Möglicherwiese bei Paulo Dybala. Vor allem Rummenigge schätzt den 23 Jahre alten Juve-Stürmer. Er hat Vertrag bis 2022, sodass die "Alte Dame" eine hohe Ablösesumme verlangen könnte.
Antoine Griezmann (26) wäre definitiv ein Transfer aus der Kategorie Granate. Doch auch er hat einen langfristigen Vertrag (bis 2021). Zudem wurde bereits berichtet, dass er sich mit Manchester United einig sein soll. Die "Red Devils" sollen bereit sein, die Ausstiegsklausel in Höhe von offenbar 100 Millionen Euro zu ziehen. Andere Medien meldeten, dass der Franzose noch ein Jahr bei Atlético Madrid bleiben will.
Real Madrids James Rodriguez wird ebenfalls immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht - vor allem, weil der 25-Jährige in Madrid hinter Ronaldo, Benzema und Bale kaum spielt und unzufrieden sein soll. Der Kolumbianer wäre deswegen - trotz Vertrages bis 2020 - wohl deutlich günstiger als Sanchez, Dybala oder Griezmann zu haben. Doch auch bei ihm soll Manchester United dran sein.
Auch um Gareth Bale gibt es immer wieder Abwanderungsgerüchte. Dass er jedoch zu den Bayern in die Bundesliga wechselt, gilt als nahezu ausgeschlossen - auch wenn er ein absoluter Granatentransfer wäre. Wenn, dann dürfte Bale zu Manchester United gehen. Von einem Interesse hatte zuletzt zumindest der "Independent" berichtet.
Dass die Münchner Interesse an Julian Brandt haben, ist kein Geheimnis. Und auch der 21 Jahre alte Jung-Nationalspieler dürfte einem Wechsel zum FC Bayern wohl nicht abgeneigt sein. Die Frage ist eigentlich nur wann. Brandt hat in Leverkusen noch einen Vertrag bis 2019. Zudem sagte er zuletzt, dass ihm vor allem eine Sache wichtig sei: regelmäßig zu spielen. Bei Bayer hat er eher die Chance darauf als bei Bayern, wo er auch noch in einem Jahr aufschlagen könnte.
Ähnlich wie Brandt ist auch Serge Gnabry einer aus der Kategorie Perspektivspieler. Als er zu Beginn der Saison zu Werder gewechselt war, kursierten Gerüchte, die Münchner hätten ein Vorkaufsrecht auf den 21-Jährigen. Davon war zuletzt nichts mehr zu hören. dafür umso mehr vom Interesse zahlreicher Bundesligisten - allen voran Champions-League-Debütant Hoffenheim. Ein Wechsel nach München ist aktuell unwahrscheinlich.
So sieht es auch bei Ousmane Dembele von Borussia Dortmund aus - auch wenn es wahrlich nicht das erste Mal wäre, dass die Münchner beim BVB wildern. Deswegen und natürlich wegen starker Leistungen kochen die Wechsel-Gerüchte um den 20 Jahre alten Franzosen immer wieder hoch. Doch der Flügelstürmer hat bis 2021 einen Vertrag in Dortmund, ein Verkauf gilt als nahezu ausgeschlossen. Und dazu wäre auch er ein Perspektiv- und kein Granatentransfer.
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