Es war DER Aufreger im Spiel zwischen RB Leipzig und 1899 Hoffenheim: Der Hoffenheimer Florian Grillitsch geht nach einem Armschlag von Leipzigs Emil Forsberg zu Boden. Schiedsrichter Tobias Welz zückt die Rote Karte. Nun arbeitet RB den Zwischenfall auf.

Nach der hitzigen Aktion auf dem Rasen folgte die sachliche Aufklärung in der Schiedsrichterkabine. Emil Forsberg ging nach der Roten Karte beim 2:5 gegen 1899 Hoffenheim zu Schiedsrichter Tobias Welz und erläuterte seine Sicht der Dinge. "Ich treffe meinen Gegenspieler im Lauf mit dem Arm. Allerdings hätte der Schiedsrichter schon vorher pfeifen können, weil ich extrem gehalten wurde, ich bekomme nacheinander immer Schlag auf Schlag. Er hätte diese Situation auch verhindern können", meinte der schwedische Nationalspieler anschließend.

Leipzig versucht Forsbergs Verhalten klein zu reden - Vorwurf der "Schauspielerei"

Intensiv versuchte man bei RB am Samstag, das Vergehen Forsbergs gering zu reden. Das Ziel ist klar. Die Ausfallzeit soll im Saisonendspurt möglichst kurz sein: "Ich will nichts über den Schiedsrichter sagen, aber wenn es mehr als zwei Spiele Sperre werden, dann ist es nicht korrekt. Ich verstehe, dass ich Rot bekomme, doch man muss auch ein bisschen Gefühl dafür haben", sagte Forsberg.

Peinlich-Auftritt von RB Leipzig: Gegen den direkten Konkurrenten um einen Champions-League-Platz 1899 Hoffenheim setzte es eine 2:5-Niederlage. Meister Bayern gewinnt indes gegen Hannover. Die Ergebnisse der Samstagnachmittag-Partien des 31. Spieltags.

Leipzig Sportdirektor Ralf Rangnick warf dem mit Gelb verwarnten Hoffenheimer Florian Grillitsch Schauspielerei vor: "Emil hat den gegnerischen Spieler im Bereich Brust getroffen. Und der gegnerische Spieler hält sich dann eine Minute lang das Gesicht - damit ist alles ausgesagt."

Situation bei Leipzig ist angespannt - internationales Geschäft in Gefahr

Für RB Leipzig ist mit der herben Niederlage gegen Hoffenheim das internationale Geschäft in Gefahr - und das hat Konsequenzen: Sportdirektor Ralf Rangnick hat alle Vertragsverhandlungen beim deutschen Vizemeister RB Leipzig vertagt.

"Wir haben dem Trainer gesagt, dass wir in den drei Wochen, die wir noch haben, die komplette Konzentration auf die drei Spiele brauchen. Das gilt für alles, auch für Spieler wie Timo Werner oder den ein oder anderen", sagte Rangnick nach dem 2:5-Debakel am Samstag in der Red Bull Arena gegen 1899 Hoffenheim. Einen neuen Termin nannte der frühere Trainer auch: "Wir werden es unmittelbar nach Ende der Saison machen."

Nachdem die Sachsen in der Bundesliga-Tabelle auf Rang sechs zurückgefallen sind, befürchtet Rangnick für seine Arbeit hinsichtlich Personalplanung nur geringe Konsequenzen. "Dass die Europa League oder die Nicht-Quali für die Europa League natürlich auch finanzielle Auswirkungen hat, ist klar. Es ändert grundsätzlich aber nichts daran, was wir vorhaben zu machen", sagte der Schwabe und betonte: "Doch wenn es so käme, wäre der Handlungsspielraum eingeschränkt. Das geht jedem Verein in der Bundesliga so, außer Bayern München."  © dpa