Dank eines 1:0-Erfolges gegen Hertha BSC ist der FC Bayern vorübergehend punktgleich mit Borussia Dortmund. Wolfsburg und Freiburg feiern derweil deutlich Siege. Schalkes Talfahrt geht in Mainz weiter und bringt das Fass zum Überlaufen: Manager Christian Heidel wird Königsblau verlassen. Und für Nürnberg rückt der Abstieg nach einer 1:2-Niederlage gegen Düsseldorf immer näher.

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Der FC Bayern München hat in der Fußball-Bundesliga den Druck auf Spitzenreiter Borussia Dortmund weiter erhöht. Vier Tage nach der Nullnummer von Liverpool erkämpfte sich der Titelverteidiger am 23. Spieltag ein 1:0 (0:0) gegen Hertha BSC und schloss mit 51 Punkten zum BVB auf. Die Dortmunder können erst am Sonntag im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen nachziehen.

Gladbach geht gegen Wolfsburg baden

Dagegen gerät bei Borussia Mönchengladbach die Champions-League-Qualifikation allmählich in Gefahr. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking kassierte gegen dessen Ex-Verein VfL Wolfsburg beim 0:3 (0:1) die zweite Heimniederlage in Serie und liegt damit nur noch fünf Punkte vor den fünftplatzierten Niedersachsen.

Schalke blamiert sich in Mainz

Beim FC Schalke 04 hat sich die Krise durch ein 0:3 (0:1) beim FSV Mainz 05 weiter verschärft. Sieben Punkte beträgt für die Königsblauen auf Platz 14 noch der Abstand zum Relegationsrang, den der VfB Stuttgart nach dem 1:1 in Bremen am Freitag weiter belegt.

Dazwischen liegt noch der FC Augsburg, der beim SC Freiburg 1:5 (0:3) verlor und damit nur zwei Punkte aus den letzten sieben Auswärtsspielen holte.

Schalkes Manager Christian Heidel musste die erste Niederlage mit den Königsblauen in seiner alten Mainzer Heimat einstecken. Die Niederlage und die anhaltende Talfahrt haben Folgen: Heidel wird seinen Manager-Posten auf Schalke vorzeitig aufgeben.

Die Königsblauen werden sich in der sportlichen Führung spätestens im Sommer neu aufstellen, verkündete der Bundesligist bei Twitter.

Bayern bringt Sieg über die Zeit

In München erlöste Javi Martínez mit seinem Siegtreffer in der 62. Minute die Bayern und krönte damit seine starke Woche, nachdem er in Liverpool zu den herausragenden Spielern gezählt hatte.

Bis dahin taten sich die Münchner gegen die gut organisierte Defensive der Hertha, die kurz vor Schluss Abwehrspieler Karim Rekik mit einer Roten Karte verlor (85.), lange schwer. In der Münchner Hintermannschaft stand nach dem Ausfall von Mats Hummels nach langer Zeit wieder Jérôme Boateng in der Startelf.

Mehmedi und Petersen mit Doppelpack

In Gladbach wurde die Chancenverschwendung der Borussia im ersten Durchgang durch Yannick Gerhardt mit dem Wolfsburger Führungstreffer bestraft (38.). Nachdem die Borussia auch im zweiten Durchgang aus ihrer Überlegenheit nichts machte, traf Admir Mehmedi zweimal für den VfL (68. und 83.).

In der Liga ist die Mannschaft von Schalkes Trainer Domenico Tedesco nach den Gegentreffern durch zweimal Karim Onisiwo (18. und 84.) sowie Jean-Philippe Mateta (73.) bereits seit fünf Spielen ohne Sieg. Mainz befindet sich dagegen im gesicherten Mittelfeld.

Klare Verhältnisse gab es in Freiburg: Zweimal Nils Petersen (9. und 43.) sowie Vincenzo Grifo (30.) schossen bereits vor der Pause den sechsten Freiburger Saisonsieg heraus. Für Augsburg konnte Rani Khedira kurzzeitig verkürzen (52.), ehe Luca Waldschmidt (64.) und Florian Niederlechner (85.) für die Gastgeber erhöhten.

FCA-Winterzugang Reece Oxford sah in der Nachspielzeit noch die Rote Karte (90.+1).

Nürnberg mit großen Abstiegssorgen

Für den 1. FC Nürnberg werden die Abstiegssorgen in der Fußball-Bundesliga immer größer. Das 1:2 (1:0) im Aufsteiger-
Duell am Samstagabend bei Fortuna Düsseldorf war für die Franken ein weiterer Rückschlag. Mit dem 17. Spiel in Serie ohne Sieg stellte der «Club» seinen Negativrekord aus der Saison 2013/2014 ein und blieb Schlusslicht. Das Team von Interimscoach Boris Schommers verlor Matheus Pereira durch einen frühen Platzverweis (4. Minute). Eduard Löwen brachte das dezimierte Gäste-Team in der 41. Minute in Führung. Doch das Eigentor von Ewerton (63.) und der Treffer von Kaan Ayhan (83.) besiegelten vor 41 816 Zuschauern die Niederlage.  © dpa

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