Neue Zeitrechnung bei Borussia Dortmund: Trainer Thomas Tuchel krempelt den BVB gehörig um und führt neue Regeln ein. Derweil will Sportdirektor Michael Zorc Nationaltorwart Roman Weidenfeller nun doch halten und Ciro Immobile sorgt für Ärger auf der Asienreise.

Alles neu macht der Trainer: Nach Informationen von "Sportbild" hat Thomas Tuchel neue Regeln bei Borussia Dortmund aufgestellt. So findet ab sofort ein gemeinsames Abendessen ab 19:30 Uhr statt, wenn die Mannschaft nur einmal, also nachmittags, trainiert. Trainiert sie zweimal, ist das Mittagessen gemeinsam. Somit gibt es immer eine gemeinsame Mahlzeit am Tag. Die Spieler müssen den Trainer zudem mit Handschlag begrüßen und in die Augen schauen.
Bei Höflichkeit und Umgangsformen kennt Tuchel also schon mal keinen Spaß. Doch das sind nicht die einzigen Änderungen. Auch im Kader tut sich was.

Ciro Immobile verschläft Termin

Stürmer Ciro Immobile steht offenbar kurz vor dem Absprung. Der FC Sevilla hat bereits bestätigt, über eine Verpflichtung des Italieners nachzudenken. 15 Millionen Euro soll Immobile allerdings noch kosten.

Auch wenn noch nichts unterschrieben ist, im Kopf hat der Stürmer offenbar bereits seine Koffer gepackt. Bei der Japan-Reise des BVB verpasste der Italiener sogar einen PR-Termin. Eigentlich hätte er gemeinsam mit Mats Hummels, Pierre-Emerick Aubameyang und Mitsuru Marouka in einem Einkaufszentrum einen Fantalk abhalten sollten. Hummels, Aubameyang und Marouka kamen - Immobile nicht. Er hatte verschlafen, um 13:00 Uhr. Das meldet "bild.de".

Das dürfte bei Tuchel, der als sehr korrekter Mensch gilt, nicht besonders gut angekommen sein.

Roman Weidenfeller soll bleiben

Vielleicht sollte sich Immobile ein Beispiel an Roman Weidenfeller nehmen. Trotz der Verpflichtung von Keeper Roman Bürki und Wechselspekulationen um seine eigene Person verhält sich Weidenfeller dem BVB gegenüber äußerst loyal. Das scheint sich zu lohnen. Denn Sportdirektor Michael Zorc will den Torhüter nun doch bei Borussia Dortmund halten. "Roman ist seit 13 Jahren bei uns und ein Spieler mit einer sehr hohen Identifikation. Er nimmt den Wettbewerb gut an", sagte er der "Sport Bild". "Wir fühlen uns in dieser Konstellation sehr wohl."

Tuchel will erst kurz vor Beginn der Bundesligasaison festlegen, wer die Nummer eins sein wird. Weidenfeller hat also noch jede Chance, sich zu beweisen.

(ska)