Nach 100 Tagen: Das ist die Bilanz der neuen Trainer

Die Bundesligasaison 2019/20 ist inzwischen 100 Tage alt. Zeit für eine erste Zwischenbilanz der Trainer-Neulinge. Wer kann überzeugen und wer enttäuscht?

Die ersten 100 Tage der Bundesligasaison 2019/20 sind rum. Zeit also, sich die Bilanz der neuen Trainer und ihrer Vereine einmal etwas genauer anzusehen. Wir verraten Ihnen, wer seinen Klub auf die Erfolgsspur gebracht und wer den Abstieg zu fürchten hat.
Ante Čović und seine Hertha aus Berlin stehen im Moment auf Tabellenrang zehn. Mit zehn Punkten aus sieben Spielen ist man im Soll. Allerdings legte Hertha BSC einen mieserablen Saisonstart hin und war zwischenzeitlich sogar Tabellenletzter. Die letzten Gegner wie Düsseldorf, Köln und Paderborn sind zudem keine wirklichen Gradmesser. Čović hat noch einiges zu tun.
Alfred Schreuder und die TSG Hoffenheim haben den FC Bayern im eigenen Stadion mit 2:1 geschlagen und hätten somit allen Grund zur Freude. Platz zwölf in der Tabelle mit nur acht Punkten aus sieben Spielen, dürfte die Stimmung in Sinsheim jedoch etwas dämpfen. Bei ausbleibendem Erfolg könnte Hoffenheim schnell zum Schleudersitz für Schreuder werden
Beim VfL Wolfsburg sieht es da schon ganz anders aus. Mit 15 Punkten aus sieben Spielen steht man auf Platz zwei der Tabelle und somit knapp vor dem FC Bayern. Oliver Glasners Konzept scheint aufzugehen. Einzig die Verletzungswelle beim VfL macht momentan Sorgen. Dennoch: Glasner scheint in Wolfsburg einen super Job zu machen.
Steffen Baumgart hat beim SC Paderborn vermutlich einen der härtesten Trainerposten in der Bundesliga. Der Aufsteiger tut sich erkennbar schwer im deutschen Fußball-Oberhaus und ist mit nur einem Punkt Tabellenletzter. Vor allem gegen die großen Teams spielte die Mannschaft überraschend stark - und wurde für ihren Einsatz dennoch nicht belohnt. Baumgart wird sich etwas einfallen lassen müssen, um den Abstieg abwenden zu können.
Der FC Schalke 04 mit Trainerneuling David Wagner macht bisher die Misserfolge der vergangenen Saison vergessen. Mit einem Achtungserfolg gegen RB Leipzig (3:1) und 14 Punkten aus sieben Spielen (Platz 6) scheint der Ruhrpott-Klub zurück zum alten Selbstverständnis gefunden zu haben. David Wagner hat daran große Stücke und leistet bisher erfolgreiche Arbeit.
Anders sieht es für Achim Beierlorzer und den frisch aufgestiegenen 1. FC Köln aus. Bisher läuft es nicht sonderlich rund für die Geißböcke. Vor allem die Anfälligkeiten in der Defensive sind Schuld an Tabellenrang 17. Mit gerade einmal vier Punkten aus sieben Spielen und 16 Gegentoren steht es nicht gut um die Kölner Saison. Es liegt nun an Beierlorzer, die Defensive schnellstens zu stabilisieren.
Auch für den dritten Aufsteiger sieht es nicht viel besser aus. Urs Fischer und Union Berlin finden sich nach sieben Spielen auf Rang 16 wieder. Punktgleich mit Köln und Düsseldorf stehen die Zeichen auf Abstiegskampf. Einziger Lichtblick der bisherigen Saison ist der 3:1 Sieg gegen den BVB. Dem Bundesliga-Neuling steht eine schwere Saison bevor.