• Friedhelm Funkel hat sein Debüt als Trainer des 1. FC Köln gegeben.
  • Zum Feiern ist ihm trotz einer ordentlichen Leistung nicht zumute.
  • Das Derby ging klar an Bayer Leverkusen.

Ordentliche Leistung, keine Punkte: Der 1. FC Köln taumelt nach einer unglücklichen Derby-Niederlage beim Debüt des neuen Trainers Friedhelm Funkel weiter dem siebten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen. Die Kölner verloren am Samstagabend bei Bayer Leverkusen mit 0:3 (0:1) und bleiben mit nun drei Punkten Rückstand und einer Partie mehr als Hertha BSC auf dem Relegationsplatz Vorletzter. Leon Bailey (5./76.) und Moussa Diaby (51.) schossen die Treffer für die Werkself.

Kurios: Im Januar 2020 hatte Funkel in seinem zuvor letzten Bundesliga-Spiel mit Fortuna Düsseldorf ebenfalls ein 0:3 in Leverkusen kassiert. Der FC ist nun bereits seit neun Spielen sieglos und holte in diesem Zeitraum nur zwei von 27 Punkten. In Leverkusen kam vom frühen Gegentor über zwei Latten-Treffer bis zu einem zurückgenommenen Elfmeter alles Pech für den FC zusammen.

Ehizibues Stellungsfehler ermöglicht Leverkusen frühe Führung

Leverkusen zog dagegen zumindest für eine Nacht an Borussia Dortmund auf Rang fünf vorbei und untermauerte mit nun sieben Punkten aus drei Spielen unter Trainer Hannes Wolf seine Europacup-Ambitionen. Rang vier und damit die Qualifikation für die Champions League ist fünf Spiele vor dem Saisonende noch sechs Punkte entfernt. Um ihn zu erreichen, müsste sich Bayer aber gegenüber dem Samstag mächtig steigern.

Bayer hatte durch die Ergebnisse am Nachmittag einen Motivationsschub bekommen. Nach den Niederlagen von Wolfsburg und Frankfurt war plötzlich doch wieder die Champions League am Horizont sichtbar. Und sie legten auch sofort nach. Funkel war keine fünf Minuten zurück auf der Bundesliga-Bühne, als er das erste Gegentor registrieren musste. Diaby ließ Jannes Horn aussteigen, seine Flanke nutzte Leon Bailey nach Stellungsfehler von Kingsley Ehizibue per Kopfball-Aufsetzer aus kurzer Distanz. Keeper Timo Horn schaute dem Ball nur hinterher.

Funkel, der die Partie fast komplett stehend am Rande der Coaching Zone mit den Händen in den Hosentaschen verfolgte, hatte sein auf vier Positionen verändertes Team ohnehin nicht zum Mauern auf den Rasen geschickt. Doch nun mussten die Kölner richtig aktiv werden. Das taten sie durchaus ansehnlich. Dabei machte sich bezahlt, dass die Zentrale mit Jonas Hector, Ellyes Skhiri und Max Meyer fußballerisch gut besetzt war. Kapitän Hector hatte dann auch die erste Chance zum Ausgleich, er köpfte nach Flanke von Jannes Horn aus sieben Metern knapp vorbei (20.).

1. FC Köln zweimal im Latten-Pech

Bayer ließ sich viel zu weit in die Defensive drängen und zeigte sich durchaus wacklig, vor allem Tin Jedvaj war ein Unsicherheitsfaktor. Nach 34 Minuten freuten sich die Kölner schon auf einen Elfmeter. Schiedsrichter Sören Storks hatte gepfiffen, wurde aber darauf hingewiesen, dass der Kontakt zwischen Charles Aranguiz und Marius Wolf außerhalb des Strafraums stattfand. Hector zog den Ball scharf aufs Tor und traf die Latte. Bayer kam erst in der 45. Minute durch einen Kopfball von Patrik Schick wieder zu einer Chance.

Nach dem Wechsel begann die Partie mit der dritten Chance von Hector, der knapp verzog (47.). Nach einer eigenen Ecke liefen die Kölner schließlich in einen Konter. Diaby schloss ihn ab und sorgte für die Vorentscheidung. Köln gab aber nicht auf, Florian Kainz traf aus 25 Metern die Latte (63.). Knapp eine Viertelstunde später besiegelte Bailey mit dem 3:0 die Kölner Niederlage. (mt/dpa)

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