• Der VfB Stuttgart kann doch noch gewinnen und schöpft dank Sasa Kalajdzic im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga neue Hoffnung.
  • Der Stürmer krönte die Aufholjagd der tapferen Schwaben beim 3:2 im 100. Erstliga-Duell.

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Dank großer Moral und des starken Rückkehrers Sasa Kalajdzic hat der VfB Stuttgart einen vielleicht noch enorm wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. Nach einem 0:2 kamen die Schwaben am Samstagabend gegen Borussia Mönchengladbach noch zu einem 3:2 (1:2). VfB-Kapitän Wataru Endo (38.), Chris Führich (51.) und der wieder in der Startelf aufgebotene Kalajdzic (83.) trafen vor 25 000 Zuschauern für die Gastgeber, nachdem Alassane Plea (14.) und Marcus Thuram (35.) die Gladbacher scheinbar sicher in Führung gebracht hatten.

In der Tabelle rückte der VfB bis auf einen Punkt an Hertha BSC auf dem Abstiegsrelegationsrang heran. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo schöpfte neue Hoffnung. Die Gladbacher von Trainer Adi Hütter verpassten es dagegen, sich weiter von der Abstiegszone zu distanzieren.

Der VfB begann in der Offensive munter. Borna Sosa verzog nach Pass von Hiroki Ito aus fünf Metern (10.). Tiago Tomás ärgerte sich, dass er nicht am parierenden Gladbacher Torhüter Yann Sommer vorbeikam. Wie es besser geht, machte Plea dann vor: Nach einem Doppelpass mit Florian Neuhaus zog er schnell ab. Torhüter Florian Müller war zwar am Ball, konnte den Rückstand aber nicht verhindern.

Gladbach ging in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung

Es gehe darum, "von der Körperlichkeit, vom Geist, alles, was wir haben, hier auf dem Platz zu lassen und zu versuchen, das Spiel zu gewinnen", hatte Matarazzo vor der Partie im Sky-Interview gesagt. Sein Hoffnungsträger in der Offensive heißt Kalajdzic. Nach seinen Wadenproblemen, in Hoffenheim war er nur eingewechselt worden, lief der Österreicher diesmal von Beginn auf. Aber auch Kalajdzic vergab eine gute Chance per Kopfball (24.).

Auf der Gegenseite bewiesen die Gäste beim nächsten feinen Angriff die Effizienz, die der VfB vermissen ließ: Pleas Pass in den Fünfmeterraum vollstreckte Thuram, der hinter Sosa lauerte. Auch vom 0:2 ließen sich die Schwaben jedoch nicht schocken und bemühten sich immerhin vor der Pause noch mit Erfolg. Endo traf nach einem gescheiterten Klärungsversuch von Rami Bensebaini zum Anschluss.

Schnell nährten die Stuttgarter dann nach dem Seitenwechsel die Hoffnung der Fans: Die Hereingabe von Kalajdzic brauchte Führich per Kopf nur noch abstauben. Der Offensivspieler war nach seiner Blessur am Knie rechtzeitig genesen gewesen. Der Tabellenvorletzte war anschließend die bessere Mannschaft, belohnte sich dafür aber nicht: Tiago Tomás scheiterte freistehend an Sommer (67.). Von den Gladbachern kam wenig, bis Neuhaus VfB-Keeper Müller prüfte (71.). Omar Marmoush scheiterte für den VfB per Kopf (79.), dann sorgte Kalajdzic mit seinem Tor für tosenden Jubel im Stuttgarter Stadion. (dpa/fra)