0:1, 0:2, 0:3, 1:3, 2:3, 2:4, 3:4, 4:4, 4:5! Oder auch: Was für ein Wochenende in der Fußball-Bundesliga! Wir fordern daher ein neues Punktesystem. Und haben eine Bitte an alle Idioten da draußen. In unserer Serie ziehen wir die etwas anderen und meist nicht ganz ernst gemeinten Lehren des jeweiligen Spieltags der Bundesliga.

1. Erkenntnis: Dafür haben wir kein Verständnis

Fangen wir mal mit der Drecksackigkeit des Wochenendes an. Irgendwelche Schwachköpfe in weißen Overalls (die Aktion war also nicht nur unglaublich doof, sondern sah auch noch so aus) rennen nach dem Derby von Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln auf den Platz und liefern sich Handgreiflichkeiten mit den Ordnern und der Polizei. Man ist an dieser Stelle versucht zu sagen: Dafür haben wir kein Verständnis. Das ist allerdings die völlig falsche Formulierung. Denn hier gibt es nichts zu verstehen. Wo in einem Hirn nichts vorgeht, kann man lange suchen. Deswegen sagen wir es ganz einfach, damit Ihr es auch versteht: Haut doch einfach ab.

2. Erkenntnis: Wolfsburg will Schalke sein

Bundesliga: die Ergebnisse und die Tabelle des 21. Spieltags im Überblick.

Fußball wurde an diesem Wochenende glücklicherweise auch gespielt. Beispielsweise in Leverkusen, wo neun Tore auf spektakulärst mögliche Art und Weise über die Spielzeit verteilt wurden. Denn da die Spieler des VfL Wolfsburg natürlich schon längst kapiert haben, dass das mit der Meisterschaft nichts mehr wird, tun sie das einzig Richtige: Sie spielen um den Titel Meister der Herzen. Noch mal kurz das Spiel bei Bayer zum Genießen: 0:1, 0:2, 0:3, 1:3, 2:3, 2:4, 3:4, 4:4, 4:5! In der Nachspielzeit (dazu später mehr). Wenn das so weitergeht, wird der VfL noch sein Image als dröger Werksklub los. Ok, wir wollen mal nicht gleich übertreiben.

3. Erkenntnis: Ein neues Punktesystem muss her

Das kann ja wohl echt nicht wahr sein. Der HSV bekommt für seinen Auftritt in München genauso viele Punkte wie die Leverkusener, die beinahe noch ein 0:3 aufgeholt hätten und erst in der Nachspielzeit gegen Wolfsburg verloren haben. Da hat man erst keine Punkte, und dann kommt man sich auch veräppelt vor. Genauso wie die bereits erwähnten Wolfsburger, die für ihre drei Punkte richtig was tun mussten, während die Bayern bei ihrem 8:0 so grotesk unterfordert waren, dass Arjen Robben seinen rechten Fuß für den Torschuss trainieren kann. Deswegen fordern wir Minuspunkte für besonders absurde Niederlagen und Pluspunkte für besonders hart erkämpfte Siege. Denk da mal drüber nach, Sepp Blatter.

4. Erkenntnis: Ein Hoch auf die Nachspielzeit

Und gleich noch mal Regelkunde. Man beschwert sich ja gerne über Spieler, die sich nach einem Foul ewig auf dem Boden wälzen oder bei der Ausführung von Freistößen fast einschlafen, um Zeit zu schinden. An dieser Stelle schlägt man gerne mal die effektive Spielzeit wie in anderen Sportarten vor, wenn die Uhr bei Unterbrechungen angehalten wird. Dazu wollen wir nur ein sagen: Ja, seid Ihr denn wahnsinnig! Fußball ohne Nachspielzeit? Ohne den völligen Horror auf der einen Seite und die grenzenlose Ekstase auf der anderen, wenn in der 94. Minute noch der Siegtreffer fällt? Schon klar, dass die Fans von Leverkusen, Stuttgart und Köln den Schlusspfiff gerne in der 90. Minute gehört hätten. Aber mal ehrlich: Ihr wollt es doch auch.

5. Erkenntnis: Wie lässt sich die HSV-Katastrophe bei den Bayern erklären?

Eigentlich nur so: