Bei der Weltmeisterschaft 2014 erschien das Freistoß-Spray erstmals auf der großen Bühne. In England, Frankreich, Spanien, der Türkei und den Niederlanden ist sein Einsatz bereits beschlossene Sache. Nun scheint man auch im deutschen Profi-Fußball überzeugt von der Neuerung.

Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, sind sich die Schiedsrichter und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einig. Das Freistoß-Spray "9.15 Fair Play Limit" soll auch in den deutschen Profi-Ligen den genauen Abstand zwischen Freistoß-Schützen und Mauer markieren. Sein Einsatz in anderen europäischen Ligen könnte nun auch die Einführung in der Bundesliga beschleunigen.

Rückrunde schon mit Freistoß-Spray?

Ursprünglich stand die Entscheidung erst im Dezember auf der Mitgliederversammlung der insgesamt 36 Erst- und Zweitligaklubs an. Nun will der Ligavorstand laut Angaben der "Welt am Sonntag" bereits am kommenden Montag über das Thema beraten.

Optimal ist der Zeitpunkt nicht: Die Zweite Liga hätte bis dahin schon zwei Spieltage absolviert und auch bis zum Erstligaauftakt am 22. August bliebe nicht mehr viel Zeit. Angeblich ist die Einführung des Sprays rechtzeitig zur Rückrunde im Gespräch.

Noch im März hatte sich die Ligaversammlung gegen den Einsatz von Hilfsmitteln ausgesprochen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert äußerte sich hingegen vor wenigen Wochen im Interview mit der "Sport Bild" positiv über die Vorteile des Einsatzes von Torlinientechnik und des Freistoß-Sprays. (sag)