(ska) Ganz Fußball-Deutschland diskutiert über den Fall Kevin Pezzoni. Die Drohungen von vermeintlichen "Fans" gegen den Ex-Kölner dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden, meint auch Franz Beckenbauer. Und spricht dabei offensichtlich aus eigener Erfahrung.

Denn der "Kaiser" war selbst als junger Spieler bereits Gewaltdrohungen ausgesetzt: "Rund um die WM 1974 gab es konkrete Terror-Drohungen - nicht von Fans, sondern von der Baader-Meinhof-Bande", erklärte Beckenbauer in einem Interview mit der "Bild". Sogar Personenschutz hätten er und seine Familie aus Angst vor der Roten-Armee-Fraktion (RAF) damals bekommen.

Die Geschehnisse in Köln rund um den Spieler Pezzoni stellen für den Ehrenpräsidenten des FC Bayern jedoch "eine ganz andere Kategorie von Gefahr" dar. Beckenbauer hat Angst um den Fußball: "Das sind keine Fans, das sind Zerstörer. DFB, Liga, die echten Fans und der Staat müssen verhindern, dass diese Typen den Fußball kaputtmachen. Ich sehe eine echte Bedrohung."